Mobilitätskonzepte Wandel im Verkehrssektor: Höchste Zeit für den Modellwechsel

Autor / Redakteur: Dirk Kunde / Thomas Günnel

Das neue Konzept der IAA Mobility zeigt den Wandel des Verkehrssektors: Früher standen hochwertige Autos im Mittelpunkt – die Mobilität von morgen ist vielfältiger. Doch wohin steuert die automobile Zukunft? Zumindest die Wissenschaft ist sich weitgehend einig.

Das private Auto war für lange Zeit ein Statussymbol. In der Stadt bröckelt diese Bindung jedoch zunehmend.
Das private Auto war für lange Zeit ein Statussymbol. In der Stadt bröckelt diese Bindung jedoch zunehmend.
(Bild: ©David Schunack-Germany - stock.adobe.com)

Mobilität ist eine sehr persönliche Sache. Keiner ist nur Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger. Die Rollen wechseln, und die Zentrierung aufs Auto ist in den Metropolen längst überholt. „Darum war der Umbau der IAA überfällig“, sagt Prof. Andreas Knie. Er ist Leiter der Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesell­schaftliche Differenzierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Auf der Straße tobe längst ein Kampf um verfügbaren Raum. Meist Auto gegen Fahrrad. „Da wirkt die Teilnahme der Fahrrad­hersteller in München fast wie eine Alibi­veranstaltung“, kommentiert Knie.

„Es gibt einfach zu viele Autos. Einen Ausweg bieten digitale Mobilitätskonzepte.“

Professor Andreas Knie, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Bei der IAA Mobility sind 50 Fahrradhersteller mit 75 Marken vertreten. Die Veranstalter sind stolz, aus dem Stand mehr Zweiräder präsentieren zu können als manche Fahrradmesse.