Tarifstreit Warnstreiks bei Porsche und VW

Autor / Redakteur: dpa/AFX / Lena Sattler

Nach BMW streiken Mitarbeiter von Porsche und Volkswagen Sachsen. Die IG Metall will zunehmend Druck in den laufenden Tarifverhandlungen aufbauen.

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Für 24 Stunden legen mehr als 14.000 Beschäftigte ihre Arbeit in Leipzig und Zwickau erneut nieder.
Für 24 Stunden legen mehr als 14.000 Beschäftigte ihre Arbeit in Leipzig und Zwickau erneut nieder.
(Bild: Marco Prosch/Porsche)

In Leipzig und Zwickau streiken am Mittwoch (28. April) erneut mehr als 14.000 Beschäftigte der sächsischen Metall- und Elektroindustrie, um ihrer Forderung nach gleicher Bezahlung in Ost und West ein weiteres Mal Nachdruck zu verleihen.

Sowohl im Leipziger Porsche-Werk als auch bei Volkswagen und den Herstellern GKN Driveline in Mosel sowie SAS Automotive Systems in Zwickau und Meerane stehen deshalb die Bänder erneut still – diesmal für 24 Stunden. „Längere Streiks erhöhen die Intensität unseres Drucks auf die Arbeitgeber“, sagt Bernd Kruppa, erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig. Am Verhandlungstisch müssten Lösungen für die Beschäftigten gefunden werden.

Die Warnstreik-Welle läuft seit Anfang März. Damit will die Gewerkschaft Druck in der aktuellen Tarifauseinandersetzung machen. Bereits am Dienstag (27. April) hatten mehr als 5.000 Beschäftigte des Leipziger BMW-Werks ihre Arbeit für 24 Stunden niedergelegt.

Konkret fordert die IG Metall in den laufenden Verhandlungen vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen eingesetzt werden soll. Neben betrieblichen Zukunftstarifverträgen sind auch ein tarifliches Angleichungsgeld und die Verbesserung der Übernahmeregelungen für Auszubildende Thema.

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