Kartenspielen und Cardio-Training Warum die Autoproduktion in Schanghai trotz Sondergenehmigung stockt

Von Henrik Bork

Schanghai hat eine „Weiße Liste“ mit 666 Firmen veröffentlicht, deren Arbeiter trotz Corona-Lockdowns in die Fabrik zurückkehren dürfen. Trotz Sondergenehmigung kämpfen all diese Unternehmen mit ähnlichen Problemen.

Die meisten der rund 25 Millionen Einwohner Shanghais stehen wegen der chinesischen „Null-Covid“-Politik seit nunmehr mehren Wochen unter mehr oder weniger strikten Formen von Hausarrest.
Die meisten der rund 25 Millionen Einwohner Shanghais stehen wegen der chinesischen „Null-Covid“-Politik seit nunmehr mehren Wochen unter mehr oder weniger strikten Formen von Hausarrest.
(Bild: Jan Becke/stock.adobe.com)

Die chinesische 25-Millionen-Metropole Schanghai hat eine „Weiße Liste“ mit 666 Unternehmen veröffentlicht, deren Arbeiter trotz Corona-Lockdowns wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren dürfen. Rund 40 Prozent dieser „kriegswichtigen“ Firmen in Präsident Xi Jinpings „Krieg gegen das Virus“ stammen aus der Automobilindustrie. Allerdings erweist sich die Wiederaufnahme der Produktion in Werken von Tesla und SAIC-Volkswagen in den ersten Tagen mit Sondergenehmigung als schwierig.

Die meisten der rund 25 Millionen Einwohner Schanghais, dem Finanzzentrum Chinas und einem wichtigen Standort der Autoindustrie, stehen seit nunmehr mehren Wochen unter mehr oder weniger strikten Formen von Hausarrest. Schanghai gleicht einer Geisterstadt. Chinas Regierung verfolgt eine „Null-Covid“-Politik, deren Ziel die komplette Ausmerzung von Infektionen mit dem Corona-Virus ist. Viele Einwohner haben inzwischen Schwierigkeiten, genügend Lebensmittel für sich und ihre Familien zu finden – auch viele in Schanghai lebende Deutsche.