Kunststoffe Weiss: Neue 2K-Maschine für Strukturbauteile

Redakteur: Thomas Günnel

Die Weiss Kunststoffverarbeitung hat am Standort Illertissen eine neue Maschine für den Zweikomponenten-Spritzguss in Betrieb genommen. Mit der neuen Spritzgießmaschine stellt Weiss kompakte Bauteile aus hochfestem thermoplastischen Kunststoff her.

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Das Bild zeigt die beiden im Winkel angeordneten Spritzzylinder für die zu verarbeitenden Materialien.
Das Bild zeigt die beiden im Winkel angeordneten Spritzzylinder für die zu verarbeitenden Materialien.
(Foto: Weiss Kunststoffverarbeitung)

Die Maschine wird ausschließlich für die Fertigung von neuartigen Strukturbauteilen verwendet, die als Verstärkungselemente insbesondere von Profilelementen zum Einsatz kommen. Als 2K-Komponente wird ein besonderer Werkstoff angespritzt. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er bei Wärmeeinwirkung expandiert und sich fest mit den umliegenden Bauteilen wie den Innenseiten eines Blechprofils verbindet. Auf diese Weise wird zusätzliche Festigkeit in die Struktur eingebracht.

Metallbauteile ersetzen

Beim Bau des Werkzeugs im hauseigenen Werkzeugbau mussten die Kühlkreisläufe auf die Anwendung abgestimmt werden, wie ein Projektingenieur erläutert: „Wir haben am Werkzeug eine thermische Trennung vorgenommen. Somit wird ein Temperaturniveau von 8 °C bis 90 °C am Werkzeug erreicht ohne innere Spannungen zu erzeugen.“ Inzwischen bewähren sich die 2K-Bauteile in der Serienproduktion, wo sie Metallbauteile ersetzen. Das 2K-Strukturbauteil aus PA und einem aufschäumendem Werkstoff erhöht die Festigkeit von Metallkonstruktionen, mindert Vibrationen, verringert die Geräuschentwicklung und schützt den Innenraum des Profils gegen das Eindringen von Wasser.

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