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Eybl Weiter im Minus

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Innenraum-Spezialist Eybl International AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 trotz Umsatzwachstums einen Ergebnis-Minus eingefahren. Eine neue Strategie soll Abhilfe schaffen.

Im ersten Quartal 2008/09 erzielte der österreichische Automobilzulieferer einen Umsatz von 82,4 Millionen Euro, was einem Umsatzplus von 8 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres bedeutet (76,6 Millionen Euro). Maßgeblich für diese Umsatzsteigerung war laut Eybl die hohe Nachfrage nach dem Neuprojekt VW Passat CC.

Das EBIT weist ein Minus von 1,4 Millionen Euro auf und setzt sich aus dem operativen Ergebnis (minus 3,8 Millionen Euro) sowie außerordentlichen Einflüssen im Betrag von 2,4 Millionen Euro zusammen. Die Außerordentlichen Einflüsse bestehen im Wesentlichen aus positiven Währungsdifferenzen infolge des starken Forint-Kurses

Das operative Ergebnis liege unter Plan, da es von Sonderkosten aus Projektanläufen und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von rund 1,0 Millionen Euro beeinflusst sei, teilte Eybl weiter mit. Die Zahlen lägen jedoch bereits deutlich über dem Ergebnisniveau des Geschäftsjahres 2007/08.

Strategie „3x3“

Zukünftig will Eybl-Vorstandsvorsitzender Otto Zwanzigleitner zusätzliche Absatzmärkte erschließen. Derzeit hat das Unternehmen aus dem niederösterreichischen Krems drei Geschäftsfelder: Konfektion, Herstellung von Sitzbezügen, Fläche, kompletter textilen Innenraum, sowie Interieur, Lederlenkräder- oder Schalthebelbezüge. „Diese Produkte wurden bisher ausschließlich Automobilherstellern angeboten, sagte Zwanzigleitner in einer Mitteilung. „Ab sofort bieten wir unser Know-how auch für die textile Innenraumgestaltung einerseits für Lkw und Busse an, andererseits auch im nicht automotiven Bereich etwa für Bahnen und Flugzeuge. Da wir unsere drei Kernkompetenzen künftig auf diese drei Geschäftsfelder stellen, nennen wir diese neue Unternehmensausrichtung 3x3 Strategie.“

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