Chipmangel Weitere Produktionsausfälle im VW-Stammwerk

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Die Fahrzeugmontage in Wolfsburg läuft weiter nicht in vollem Umfang. Bis Mitte Oktober sollen Mitarbeiter in Kurzarbeit.

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Die Produktion bei VW stockt weiter.
Die Produktion bei VW stockt weiter.
(Bild: Volkswagen)

Die anhaltende Lieferkrise bei wichtigen Elektronik-Bauteilen wie Mikrochips führt bei Volkswagen zu erneuten Produktionsausfällen und Kurzarbeit am Stammsitz Wolfsburg. So ziehen sich die zuerst bis Ende dieser Woche einkalkulierten Einschränkungen weit in den Oktober hinein, wie das Unternehmen am Mittwoch (29. September) mitteilte.

Am Freitag (1. Oktober) soll demnach nur eine Golf-Montagelinie in der Frühschicht betrieben werden. In der nächsten und übernächsten Woche (4. bis 15.Oktober) gibt es dann voraussichtlich „komplett Kurzarbeit“ – einen einzigen Tag (14.Oktober) ausgenommen. Zuvor hatte die „Braunschweiger Zeitung“ über die aktualisierten Planungen berichtet.

Situation hält an

In einer jüngst vorgestellten Analyse der Berater von Alix Partners wird von Einnahmeverlusten von 210 Milliarden US-Dollar in 2021 für die gesamte Branche ausgegangen. Demnach werden dieses Jahr wohl 7,7 Millionen Fahrzeuge weniger produziert als geplant.

Ford-Chef Jim Farley rechnet bis Ende 2022 mit Versorgungsengpässen bei Halbleitern. Bei einigen OEMs können Fahrzeuge nicht zu Ende gefertigt werden, es bilden sich „Halden“. Verschärfend hinzu kommen eigene Kapazitätsengpässe in der Halbleiterindustrie.

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