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Verbundwerkstoffe Weltmarktentwicklung bis 2013

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Weltmarkt für Verbundwerkstoffe wird bis 2013 laut einer Studie von JEC um durschnittlich 4 Prozent wachsen.

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Waren es 2008 noch 8,6 Millionen Tonnen (60 Milliarden Euro), rechnen die Experten im Jahr 2013 mit 10 Millionen Tonnen (80 bis 85 Milliarden Euro). Das Mengenwachstum in der Verbundwerkstoffindustrie hänge direkt mit dem Anstieg des Bruttosozialprodukts der einzelnen Länder zusammen, so die JEC-Studie.

In den Industrieländern hätten die Verbundwerkstoffe ihre Position gegenüber konkurrierenden Werkstoffen (Stahl, Aluminium, technische Polymere usw.) verbessert und ein Gleichgewicht erreicht, das sich auf insgesamt stabile Preisdifferenzen stütze, mit Ausnahme der Luftfahrtindustrie, in der die Verbundwerkstoffe auch weiterhin gegenüber konkurrierenden Werkstoffen an Boden gewinnen dürften.

Der Gesamtanteil der BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) dürfte von gegenwärtig 22% auf 29% im Jahr 2013 ansteigen. Auf China dürften im Jahre 2013 etwa 23% des Weltmarktes entfallen, gegenüber 3% für Indien, 3% für Brasilien und unter 1% für Russland. Die Entwicklung des Verbundwerkstoffmarktes folgt damit der wirtschaftlichen Wachstumskurve der einzelnen Länder.

Neue Player in Asien

Zum überdurchschnittliche Wachstum des asiatischen Marktes, insbesondere China mit einem Plus von 8 bis 9% pro Jahr (entsprechend 43% des weltweiten Wachstums), trägt vor allem die Bauindustrie in Höhe von 67% und die Automobilindustrie mit einem Wachstum des Transportmarktes um 45% bei. Laut Frédérique Mutel, Präsidentin und Geschäftsführerin von JEC, „werde das schnelle Wachstum des Verbundwerkstoffmarktes in Asien und insbesondere in China und Indien die Entstehung von erstrangigen Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette fördern.“ Als Beispiele nennt Mutel bedeutende Hersteller von Glasfasern wie Jushi, CPIC oder Taishan sowie Verarbeiter von Verbundwerkstoffen in Indien und China, die für die Automobilindustrie tätig sind (Xieno Automobile, Yahoa Dazhong Advanced Material).

Bis zum Jahr 2013 rechnet Mutel mit sinkenden Preisen bei bei Glas- und Karbonfasern und steigenden Preisen bei Harzen.

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