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Marktanalyse Weltweite Automobilindustrie verbucht Rekordjahr

| Redakteur: Christian Otto

Eine Studie des Beratungsunternehmens McKinsey zeigt die stetige Gewinnsteigerung der gesamten Branche. Schlüssel für den Erfolg sind Premiumautos sowie die Absatzmärkte China und USA.

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Mit Premiumfahrzeugen, wie der S-Klasse von Mercedes, lässt sich das meiste Geld verdienen.
Mit Premiumfahrzeugen, wie der S-Klasse von Mercedes, lässt sich das meiste Geld verdienen.
(Foto: Daimler)

Der Gesamtgewinn der weltweiten Automobilindustrie lag mit 127 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr so hoch wie noch nie. Die Branche erwirtschaftete eine durchschnittliche Rendite von 6,6 Prozent und liegt damit deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 4 Prozent. China mit 50 Milliarden Dollar und Nordamerika mit 38 Milliarden Dollar trugen mehr als zwei Drittel zum Gesamtgewinn der Automobilindustrie bei, Europa fällt mit 14 Milliarden Dollar dagegen deutlich zurück. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Branchenstudie, für die McKinsey & Company die 21 größten Autohersteller analysiert hat.

„Steigende Verkaufszahlen in China und Nordamerika haben die Automobilindustrie in den vergangenen Jahren angetrieben“, sagt Detlev Mohr, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey. Der Gewinn, den die Autohersteller allein in China einfahren, ist fast annähernd so hoch wie der Gesamtgewinn der Branche im Jahr 2006. Mohr: „Der chinesische Markt ist weiterhin attraktiv – auch wenn das Wachstumstempo etwas abnehmen wird. Europa bleibt trotz etwas verbesserter Aussichten ein herausfordernder Markt.“

Premium lohnt sich

Hersteller von Premiumfahrzeugen konnten knapp 40 Prozent der weltweiten Gewinne für sich verbuchen – mit einem Anteil von nur zwölf Prozent an den weltweit verkauften Autos. Der wichtigste Markt für dieses Segment ist China: Dort verdienten die Premiumhersteller im vergangenen Jahr fast genauso viel wie in Nordamerika und Europa zusammen. Durchschnittlich erzielen Unternehmen im Premiumsegment eine Rendite von zehn Prozent. Hersteller von Mittelklasseautos liegen dagegen mit fünf Prozent Ertrag unter der Rendite im Einstiegssegment (sieben Prozent). „Auf Premium zu setzen lohnt sich also weiterhin: Es erlaubt trotz großer Konkurrenz nach wie vor einen Preisaufschlag, der sich auch in der Rendite niederschlägt“, sagt Harald Deubener, Partner im Stuttgarter Büro von McKinsey.

Pro Fahrzeug verdienen Premiumhersteller mit rund 5.700 Dollar fast fünfmal so viel wie Mittelklassehersteller (1.300 Dollar) und mehr als siebenmal so viel wie Hersteller von einfacheren Fahrzeugen (800 Dollar). Stabile Gewinne seien für die Automobilhersteller notwendig, um die anstehenden Investitionen zu bewältigen, so Deubener weiter: „Die zunehmende Vernetzung des Autos, der Trend zum autonomen Fahren und die Entwicklung alternativer Antriebe bedeuten für die Automobilindustrie einen enormen Kraftakt.“

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