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Studie Weltweiter Absatz steigt auf 108 Millionen Pkw

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Trotz der Absatzkrise in Europa sind die weltweiten Pkw-Verkäufe nicht zu bremsen. Bis 2025 steigen sie jährlich laut dem Car-Institut um 3,5 Prozent. Vor allem China treibt die Entwicklung.

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Prof. Ferdinand Dudenhöffer erwartet für das Jahr 2015 weltweit über 100 Millionen Pkw-Neuzulassungen.
Prof. Ferdinand Dudenhöffer erwartet für das Jahr 2015 weltweit über 100 Millionen Pkw-Neuzulassungen.
(Foto: Uni Duisburg-Essen)

Der weltweite Automobilabsatz legt in den nächsten Jahren deutlich zu. „2025 werden jährlich rund 107,7 Millionen Pkw verkauft“, stellte Prof. Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Car-Instituts der Universität Duisburg-Essen, im Rahmen des Car-Symposium die Ergebnisse einer Studie vor. Im Vergleich zu 2013 sei dies ein Plus von mehr als 36 Millionen Einheiten.

Dudenhöffer rechnet bis 2025 mit einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 3,5 Prozent. Dabei kommt, wie zu erwarten, der größte Wachstumsschub aus Fernost. Mit 6,7 Prozent fällt das Wachstum des chinesischen Marktes knapp doppelt so stark aus wie die weltweite Durchschnittsentwicklung.

Entsprechend wichtig ist der Markt für die Hersteller. Mit einem erwarteten Absatz von knapp 36 Millionen Pkw wird dann jedes dritte Fahrzeug in China verkauft. „Im Jahr 2025 wird der chinesische Pkw-Markt doppelt so groß sein wie der US-Markt“, prognostiziert Dudenhöffer.

Thyssen-Krupp: Zulieferer folgen den Märkten

Auch in der Strategie des Industriekonzerns Thyssen-Krupp spielt China eine wesentliche Rolle. „In China haben wir sieben Werke und werden in diesem Jahr ein weiteres eröffnen“, kündigte Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger an. 70 Zulieferstandorte seien es derzeit weltweit.

Mit 10 Milliarden Euro macht das Unternehmen etwa ein Viertel seines Umsatzes mit der Automobilindustrie. Der Anteil soll sich künftig noch erhöhen. Denkbar sei ein Ausbau auf 30 Prozent. „Wir haben gelernt, dass es uns gut tut, mehrere Standbeine zu haben“, so Hiesinger.

Die Lektion bekommt Thyssen-Krupp derzeit in Amerika erteilt, wo dem Unternehmen der Neubau zweier Werke in Brasilien und den USA zu schaffen macht. Die Kosten waren auf fast 13 Milliarden Euro explodiert, davon entfielen mehr als acht Milliarden Euro auf Brasilien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 hat Thyssen-Krupp zum dritten Mal in folge rote Zahlen geschrieben. Unterm Strich blieb ein Minus von 1,5 Milliarden Euro, wesentlich weniger als die 5 Milliarden Euro im Geschäftsjahr zuvor.

Zum traditionellen Car-Symposium der Universität Duisburg-Essen, das 2014 bereits zum 14. Mal stattfand, kamen rund 1.000 Teilnehmer. In der begleitenden Ausstellung präsentierten 112 Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen.

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