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Arnold Umformtechnik Weniger Pannen durch saubere Schrauben

| Redakteur: Claus-Peter Köth

Jeder Autofahrer kennt und fürchtet die Situation – eine Panne verhindert die Weiterfahrt. Oft sind mikroskopisch kleine Schmutzpartikel die Verursacher.

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Laut ADAC sind bei 48,5 Prozent aller Notrufe Pannen in der Elektronik der Grund des Ärgernisses. Die hochkomplexen Aggregate und Baugruppen werden zunehmend kompakter und leistungsfähiger. Damit steigt das Ausfallrisiko überproportional. Gerade in der Elektronik, wo Leiterplatten zunehmend kleiner werden und Leiterbahnen deshalb enger zusammenrücken müssen, sind in vielen Fällen mikroskopisch kleine Schmutzpartikel auf Schrauben für die Fehlfunktionen verantwortlich. Somit verursachen Bauteile, die nur wenige Cent wert sind, Folgekosten von mehreren hundert Euro. Von dem Imageverlust, der dadurch beim Fahrzeughersteller entsteht, gar nicht zu reden.

Die Teilesauberkeit, insbesondere bei Verbindungselementen, gewinnt daher immense Bedeutung. Ein Grund, weshalb Automobilhersteller und Zulieferer inzwischen Schrauben vor dem Verbau feinstreinigen lassen. Zumeist führen Spezialfirmen diesen Vorgang durch. Das bringt allerdings des Öfteren erhebliche Probleme mit sich. Teilweise werden die für den späteren Verbau notwendigen Gleitbeschichtungen der Verbindungselemente durch den Reinigungsprozess abgewaschen. Das kann dazu führen, dass die Reib- bzw. Furchmomente überschritten und somit die berechneten Montagevorspannkräfte nicht erreicht werden. Darüber hinaus stehen vielfach keine geeigneten Transportverpackungen zur Verfügung, sodass durch Relativbewegungen während der Lieferung erneut Schmutzpartikel entstehen. Oftmals werden zur Vereinzelung der gereinigten Verbindungselemente auch ungeeignete Zuführsysteme verwendet, welche die ehemals sauberen Bauteile dann verschmutzen.

Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG (www.arnold-umformtechnik.de) erstmals mit „Cleancon“ einen Prozess realisiert, der Sauberkeit von der Produktion bis zur Kundenapplikation garantieren soll. Umgesetzt werden die Kundenanforderungen durch eine ausgeklügelte Verpackung der Schrauben.

Im ersten Schritt ermittelt das Unternehmen gemeinsam mit dem Kunden das Anforderungsprofil für die Verbindungselemente. Dabei werden sowohl die realisierbaren Sauberkeitsgrenzwerte mit den nach VDA 19 qualifizierten Prüfmethoden sowie die Verpackung vereinbart. Auf Kundenwunsch nimmt Arnold Umformtechnik auch eine Umfeldbetrachtung vor und optimiert die Verbausituation vor Ort.

Die fertigungsbegleitenden Reinigungsprozesse werden ergänzt durch eine Feinstreinigung der Verbindungselemente direkt nach der Produktion. Außerdem kann in dem von Arnold eigens konzipierten Feinstreinigungsprozess unter reinraumähnlichen Bedingungen die für die spätere Montage wichtige Gleitbeschichtung aufgebracht werden.

Während des Transports lagern die Schrauben in einer fixierenden Vakuumverpackung, nach dem Zwiebelschalenprinzip im so genannten „Cleanpack“. Dieses Verpackungskonzept verhindert Relativbewegungen der Teile zueinander und damit die Oberflächenbeschädigung während des Transports.

Begleitend dazu führt das Prüflabor Sauberkeitsanalysen nach VDA 19 durch, welche die Qualität des Prozesses überwachen.

Ein Vergleich mit herkömmlichen Produktionsmethoden ist laut Arnold eindeutig: Die mit dem „Cleancon“-Prozess gelieferten Teile seien erheblich sauberer, was sich nachhaltig auf die Funktionsweise der Applikation auswirke. In der Folge seien die elektronischen Komponenten im Fahrzeug deutlich betriebssicherer.

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