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Mini Coupé Weniger Platz, mehr Spaß

| Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Das neue Mini Coupé kommt am 1. Oktober auf den Markt. Den sportiven Zweisitzer gibt es zum Marktstart mit vier unterschiedlichen (Turbo)-Motoren zwischen 122 und 211 PS.

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Das Thema Mini scheint unerschöpflich: Nach Dreitürer, Cabriolet, Clubman und dem großen Countryman erscheint mit dem Coupé jetzt die fünfte Variation des klassischen Briten unter BMW-Ägide. Das neue Coupé kommt am 1. Oktober zu Preisen ab 21.200 Euro in den Handel und präsentiert sich als konsequenter Zweisitzer.

Die beiden hinteren Sitze ersetzt ein immerhin 280 Liter großen Kofferraum. Besonders sportliches Flair erhält die neue Mini-Variante durch ihr deutlich flacheres, schräg nach hinten abfallendes Dach und den auffälligen Heckspoiler. Dieser fährt bei 80 km/h automatisch aus, kann per Knopfdruck aber auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten aktiviert werden.

Vier Motoren stehen zur Wahl

Für den Vortrieb sorgen vier bereits aus den anderen Mini-Versionen bekannte Aggregate. Einstiegsmotor ist der 90 kW/122 PS starke 1,6-Liter-Vierzylinder im Mini Cooper. Er dient gleichzeitig als Basis für die zwei stärkeren, jeweils per Turbolader zwangsbeatmeten Varianten, die 135 kW/184 PS (Cooper S) bzw. 155 kW/211 PS (John Cooper Works) auf die Straße bringen. Außerdem gibt es einen 2,0-Liter-Turbodiesel (Cooper SD) mit immerhin 105 kW/143 PS.

Mit den drei Turbomotoren ist das Mini Coupé üppig motorisiert. Ein serienmäßiges Start-Stopp-System zügelt den Kraftstoffverbrauch im Stadtverkehr. Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig eine Sechsgang-Handschaltung. Gegen Aufpreis gibt es für alle Varianten (außer John Cooper Works) eine Sechsgang-Wandlerautomatik. Wird sie gewählt, entfällt allerdings das Start-Stopp-System. Das Spitzenmodell John Cooper Works wartet mit besonders eindrucksvollen Fahrleistungen auf. So schafft er eine Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h, der Spurt von 0 auf 100 km/h ist in 6,4 Sekunden abgehakt. Sein Normverbrauch liegt laut Hersteller bei 7,1 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer. Die Dieselvariante Cooper SD begnügt sich den Angaben zufolge dagegen mit 4,3 Liter pro 100 Kilometer.

Go-Kart für die Straße

Das Coupé ist im Vergleich zum regulären Dreitürer etwas gewichtiger, hat dafür aber einen niedrigeren Schwerpunkt und eine bessere Gewichtsverteilung. Davon profitiert vor allem das Fahrverhalten. So wird der Mini seinem Ruf als Go-Kart für die Straße auch in dieser Variante gerecht. Subtilitäten erwartet von einem Go-Kart jedoch niemand, und auch beim Mini Coupé war das zackige Ansprechverhalten von Antrieb und Fahrwerk offenkundig wichtiger als feine Balance.

Direkte Konkurrenten hat das Mini Coupé wenige: Audi TT und Peugeot RCZ sind größer, der Renault Wind ist kleiner und der Hyundai Veloster im Vergleich fast eine Familienkutsche. Mini-Chef Kay Segler hofft, dass mit seinem neuesten Baby das Segment der kompakten Sportwagen wiederaufersteht. Ob andere nun folgen oder nicht: Das neue Coupé ist genau das Richtige für Mini-Fans, denen der Dreitürer inzwischen ein bisschen zu gewöhnlich geworden ist.

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