Antriebstechnik Wie die Autoindustrie die Brennstoffzelle anschiebt

Autor: Sven Prawitz

Lange hat die Automobilbranche das Thema Brennstoffzelle vor sich hergeschoben. Nun gründen sich immer mehr Initiativen und Kooperationen. Ein Überblick.

Lange Zeit gab es nur Hyundai und Toyota. Nun beteiligen sich immer mehr Unternehmen der Automobilindustrie an Forschung und Entwicklung von Brennstoffzellenkomponenten.
Lange Zeit gab es nur Hyundai und Toyota. Nun beteiligen sich immer mehr Unternehmen der Automobilindustrie an Forschung und Entwicklung von Brennstoffzellenkomponenten.
(Bild: Hyundai)

Die Automobilbranche setzt sich beim Thema Wasserstoff als Energieträger in Bewegung. Flankiert von der Politik – die Regierungen von Japan, China, Frankreich und Deutschland wollen Wasserstoff-Mobilität fördern oder tun das bereits – entstehen in der Branche immer mehr Initiativen und Kooperationen. Eine Studie des Beratungsdienstleister FEV Consulting errechnet allein für den Einsatz von Brennstoffzellen im Pkw ein Umsatzpotenzial von elf Milliarden Euro (2040) in Europa. Dadurch könnten knapp 70.000 Arbeitsplätze in der Region entstehen. Den Studienautoren zufolge könnten FCell-Fahrzeuge im Jahr 2030 in Japan bereits einen Marktanteil von sechs Prozent erreichen.

Zwischen 2030 und 2040 prognostizieren die Studienautoren einen stark wachsenden Absatz von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle – von einer Million zu Beginn der Dekade auf zehn Millionen Fahrzeuge am Ende. Allein für das System Brennstoffzelle ergibt sich daraus eine potenzielle Wertschöpfung von 20 Milliarden Euro – davon drei Milliarden Euro in Europa. Wir haben einige Projekte der Automobilindustrie zusammengefasst.

Über den Autor

 Sven Prawitz

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Fachredakteur, »Automobil Industrie« und Next Mobility