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Kleinserienhersteller

Wiesmann-Comeback nimmt Formen an

| Autor/ Redakteur: SP-X / Christian Otto

Die Dülmener Sportwagenschmiede steht vor ihrer Auferstehung. Allerdings ist der Kauf durch britisch-indische Investoren noch nicht perfekt. Doch es gibt schon konkrete Zukunftspläne.

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In Kürze könnten bei Wiesmann wieder Sportwagen gefertigt werden.
In Kürze könnten bei Wiesmann wieder Sportwagen gefertigt werden.
(Foto: Wiesmann)

Die Wiederbelebung der Marke Wiesmann scheint fast beschlossene Sache: Zwei Unternehmer aus Großbritannien kaufen Produktionsanlagen, Werksimmobilie und Schutzrechte des Kleinserienherstellers aus dem westfälischen Dülmen. Dem hat die Gläubigerversammlung der insolventen Manufaktur am Mittwoch (02.12.15) zugestimmt. Der Deal soll etwa 5,7 Millionen Euro umfassen. Der Verkauf ist allerdings noch nicht vollkommen abgeschlossen, da ein Gläubiger Widerspruch eingelegt hat. Deshalb liegt der Fall nun vor Gericht.

Vorbehaltlich einer positiven Entscheidung werden künftig am bisherigen Standort Dülmen nach der Betriebsstilllegung 2014 wieder Wiesmann-Sportwagen gebaut. Neben der Kaufsumme wollen die Investoren, die Brüder Roheen und Sahir Berry, in den kommenden Jahren einen achtstelligen Betrag in Entwicklung und Produktion investieren, meldet das unternehmen. Neben einer Verbesserung der internen Produktions- und Einkaufsprozesse sollen die Fahrzeuge wesentlich intensiver international vermarktet werden.

BMW soll wieder Motoren liefern

Über Jahre galt Wiesmann als Beispiel für einen erfolgreichen Kleinserienhersteller. Seit 1993 baute die Manufaktur edle Sportwagen mit moderner Technik - BMW lieferte die PS-starke BMW - und barockem Retro-Design. Die Preise für die Basisversionen der Coupés und Roadster begannen zuletzt jenseits der 100.000 Euro.

Auch künftig wole man wieder vorzugsweise auf Antriebstechnik von BMW setzen, heißt es aus Dülmen. 250 bis 300 Fahrzeuge pro Jahr soll die neue Wiesmann Automotive GmbH mittelfristig verkaufen. Um neue Märkte zu erschließen, erweitert der Hersteller sein Portfolio um rechtsgelenkte Versionen. Zudem plane man auch wieder Fahrevents für Wiesmann-Fahrer, kündigte Roheen Berry an.

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