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Kleinserienhersteller Wiesmann präsentiert Investoren für ein Comeback

| Redakteur: Christian Otto

Die Sportwagenschmiede aus Nordrhein-Westfalen hatte im letzten Jahr die Produktion eingestellt. Nun haben sich Investoren gefunden, die schon 2016 wieder vor Ort Sportwagen fertigen wollen.

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Schon 2016 sollen wieder Unikate der Marke Wiesmann die Dülmener Manufaktur verlassen.
Schon 2016 sollen wieder Unikate der Marke Wiesmann die Dülmener Manufaktur verlassen.
(Foto: Wiesmann)

Künftig könnten im westfälischen Dülmen wieder Sportwagen mit dem Namen Wiesmann gebaut werden. Das vermeldete gestern (11.11.) schon die dortige »Dülmener Zeitung«. Britische Investoren hätten dem Bericht zufolge am ehemaligen Unternehmenssitz die „Wiesmann Automotive GmbH“ gegründet. Die Manufaktur hatte 2013 Insolvenz beantragt und stellte im vergangenen Jahr den Betrieb ein.

Nun legte das Blatt am heutigen Mittwoch nach und gab die Namen der indisch-stämmigen Finanziers bekannt. Es handle sich um die Brüder Roheen und Sahir Berry. Roheen Berry, der auch geschäftsführender Gesellschafter des in London ansässigen Softwareunternehmens Contec Global ist, äußerte sich auch schon zur Motivation für den Einstieg bei Wiesmann: „Ein einzigartiges, atemberaubendes Design, moderne Technik, deutsches Engineering. Die Marke Wiesmann war für mich und meinen Bruder Liebe auf den ersten Blick.“

Enger Kontakt zu den Firmengründern

Laut der Regionalzeitung stünden die neuen Geldgeber schon seit Jahren in engem Kontakt mit den Firmengründern Martin und Friedhelm Wiesmann. Sahir Berry gilt als Automobilliebhaber und sei zudem Gesellschafter des auf Supersportwagen spezialisierten Unternehmens „Sportwagen Performance“ im indischen Neu-Delhi.

Die Zeitung berichtet weiter, dass die Kaufverträge nur noch Anfang Dezember von der Gläubigerversammlung akzeptiert werden müssten. Der Deal, der den Kauf der Namens- und Markenrechte, der Produktionsanlagen und der Wiesmann-Immobilie umfasst, soll die Brüder rund sieben Millionen Euro kosten.

Start schon für 2016 geplant

Als Starttermin für die Entwicklung und Produktion neuer Sportwagen geben die beiden Investoren bereits das Jahr 2016 an. Das Ziel lautet, dass der erste Neuwagen bereits Mitte kommenden Jahres aus der Manufaktur rollt.

Wiesmann war seit 1993 ein erfolgreicher Kleinserienhersteller. Die Sportwagenbauer kombinierten Retro-Design mit moderner Technik und griffen beim Antrieb auf leistungsstarke BMW-Motoren zurück. Die Unikate kosteten in den Basisversionen der Coupés und Roadster zuletzt über 100.000 Euro. Die Manufaktur kam allerdings in den letzten Jahren in eine wirtschaftliche Schieflage die zum Produktionsende führte

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