VDA „Wir brauchen heimische Chipfabriken“

Redakteur: Nick Luhmann

Für eine reibungslose Autoproduktion müssen mehr wichtige Bauteile vor Ort produziert werden, fodert die oberste deutsche Hersteller-Vertreterin.

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(Bild: IBM POWER10 wafer / IBM Research / CC BY-ND 2.0)

„Wir brauchen heimische Chipfabriken“, forderte Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, am Dienstag (10. August) in der „Thüringer Allgemeinen“. Deutschland und Europa müssten Rohstoffsicherheit anders denken. Dazu gehörten auch neue Handelsabkommen und eine aktivere Außenpolitik.

„Es stehen bereits Bänder still, weil Bauteile fehlen“, sagte Müller. „Ich rechne nicht mit einer Verschlechterung der Lage, aber die Situation ist schwierig, wir sind abhängig vom Weltmarkt.“ Die Hersteller können nach Branchenangaben die hohen Auftragsbestände nicht zeitig abarbeiten, weil nach wie vor Halbleiter für die Fahrzeuge fehlen.

Die Lieferengpässe bei Halbleitern lähmen die deutschen Autobauer seit Monaten. Weltweit können mehrere Millionen Fahrzeuge deshalb nicht gefertigt werden. Experten gehen davon aus, dass auch langfristig für die Autoindustrie etwa zehn Prozent weniger Chipvolumen verfügbar sein wird als benötigt, da die weltweite Produktion offenbar nicht ausreicht.

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