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Allianz Zentrum für Technik Wirksame Assistenzsysteme

| Autor / Redakteur: SP-X / Bernd Otterbach

Die Hälfte aller Unfälle wären durch den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen vermeidbar oder deutlich weniger folgenschwer.

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Dies ergab eine aktuelle Untersuchung des Allianz Zentrums für Technik (AZT) in Ismaning und der Hochschule München. Für die Forschungsinitiative „Aktiv“ wurden vier in Entwicklung befindliche, optimierte Fahrerasistenzsysteme für Pkw auf ihre Wirksamkeit untersucht.

Das größte Unfallvermeidungspotenzial birgt dabei nach AZT-Angaben ein aktiv eingreifendes Bremssystem, das in 44,6 Prozent der Fälle wirksam gewesen wäre. Sensorbasierte Assistenten zur Umfelderkennung an Kreuzungen wirken sich in 33,3 Prozent der Fälle positiv aus. Ein System zum Schutz der Fußgänger und Radfahrer trage mit 14,4 Prozent zur Schadensminderung bei, ein Spurassistent mit 6,4 Prozent.

Bis zu sieben Milliarden Euro Unfallkosten vermeiden

Das ganze lässt sich auch in Heller und Pfennig ausdrücken: „Neben der Vermeidung von menschlichem Leid entspräche dies einer Reduktion von jährlich bis zu sieben Milliarden Euro an volkswirtschaftlichen Unfallkosten“, errechnet Johann Gwehenberger, Leiter der AZT-Unfallforschung. Dies gilt allerdings nur für den fiktiven Fall, dass der komplette Pkw- und Lkw-Fuhrpark gegen Fahrzeuge ausgetauscht wird, die über die untersuchten Systeme verfügen.

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