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Jubiläum Zehn Jahre Autosar – Etablierung eines weltweiten Standards

| Redakteur: Michael Ziegler

Die Autosar Entwicklungspartnerschaft wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, einen offenen Industriestandard für die Softwarearchitektur im Fahrzeug zu etablieren. Heute, zehn Jahre später, ist Autosar zum Standard für Automotive-Software geworden.

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Autosar-Sprecher Kenji Nishikawa: „Zahlreiche OEMs haben bereits mit der Entwicklung von Großserien-Fahrzeugplattformen begonnen, welche Autosar in den meisten ihrer ECUs anwenden.“
Autosar-Sprecher Kenji Nishikawa: „Zahlreiche OEMs haben bereits mit der Entwicklung von Großserien-Fahrzeugplattformen begonnen, welche Autosar in den meisten ihrer ECUs anwenden.“
(Foto: Autosar)

2003 unterzeichneten die Core Partner formell die Partnerschaft. Heute sind die BMW Group, Bosch, Continental, Daimler AG, Ford, General Motors, PSA Peugeot Citroën, Toyota und die Volkswagen Group Core Partner von Autosar. Darüber hinaus spielen mehr als 160 Mitglieder eine wichtige Rolle für den Erfolg der Partnerschaft. In Phase I (2003 bis 2006) veröffentlichte Autosar umfassende Spezifikationen bezüglich Architektur, Methodik und Templates. Für Phase II (2007 bis 2009) waren drei Releases geplant, die eine kontinuierliche Verbesserung der Spezifikationen boten und neue Konzepte einführten. Zusätzlich flossen Erfahrungswerte aus der Validation vom Ende der Phase I und weiteres allgemeines Feedback ein. Phase III (2010 bis 2012) brachte das fortschrittliche Release 4.0.3 hervor, das 176 Dokumente umfasst.

Ein weiteres Hauptresultat von Phase III stellt die Veröffentlichung von Release 3.2 dar, das rückwärts kompatibel zu Release 3.1 ist. Die Konzeptentwicklung für Autosar Phase III stand im Mittelpunkt von Release 4.1, das Anfang 2013 publiziert wurde. Heutzutage evaluiert und entwickelt die Partnerschaft ständig neue Konzepte, um den Standard weiter zu verbessern. Aufgrund des anhaltenden Erfolgs und der wachsenden Marktdurchdringung entschied sich die Partnerschaft, nicht mehr den Begriff „Phase“ zu verwenden – es ist jetzt nur noch von Autosar die Rede.

Release 4.2 für Oktober 2014 geplant

Technologietreiber wie funktionale Sicherheit, Ethernet-TCP/IP-Kommunikation, Multi-Core, Sicherheit und neue Diagnose-Bestimmungen sowie die Unterstützung spezifischer regionaler Marktbedürfnisse werden in den kommenden Jahren weiterhin Schwerpunkte der Entwicklung sein. Das nächste Minor Release 4.2, geplant für Oktober 2014, berücksichtigt neue Konzepte, die von den Autosar Partnern bereits gefordert werden.

„Zahlreiche OEMs haben bereits mit der Entwicklung von Großserien-Fahrzeugplattformen begonnen, welche Autosar in den meisten ihrer ECUs anwenden“, sagt Kenji Nishikawa, Autosar-Sprecher. „Die Entwicklungspartnerschaft hat sich in den letzten zehn Jahren gefestigt, indem sie in eine Entwicklungsgemeinschaft und Plattform der Zusammenarbeit von mehr als 100 Herstellern und Zulieferern weltweit gewachsen ist. Autosar wird nunmehr auf dauerhafter Basis fortgeführt, wobei sich der Fokus auf die Stabilisierung bestehender Releases, Rückwärtskompatibilität sowie auf eine kontinuierliche Funktionserweiterung richtet.“

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