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Leichtbau-Gipfel 2014 ZF: Das Fahrwerk wird leicht

Autor / Redakteur: Jens Meiners / Michael Ziegler

Auf die Zulieferer kommt es an: Dies unterstrich der Vortrag von ZF-Entwickler Martin Wachtel beim Würzburger Leichbau-Gipfel am 18. März.

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Martin Wachtel, Entwicklungs- und Berechnungsingenieur in der Fahrwerksvorentwicklung, ZF Friedrichshafen AG, auf dem Leichtbau-Gipfel 2014 in Würzburg.
Martin Wachtel, Entwicklungs- und Berechnungsingenieur in der Fahrwerksvorentwicklung, ZF Friedrichshafen AG, auf dem Leichtbau-Gipfel 2014 in Würzburg.
(Foto: Stefan Bausewein)

„Erst mit der aktuellen Fahrzeuggeneration wurde dem Trend zu immer schwereren Autos entgegengewirkt“, unterstrich der Entwickler, nicht ohne zu versprechen: „Der Leichtbau leistet einen wichtigen Beitrag zur Etablierung der E-Mobilität.“

Wachtel berichtete über Ansätze, das Fahrwerk leichter zu entwickeln. Dazu gehören Faserkunststoffe, die bei kurzen bis mittleren Fasern im Spritzguss verarbeitet werden können, während bei langen und Endlosfasern wesentlich komplexere Prozesse erforderlich seien. Ein Beispiel für ein neuartiges Konzept ist das hybride Bremspedal aus thermoplastischem Faserkunststoffverbund, das nochmals um die Hälfte leichter ist als ein Metallhybridpedal, mit dem bereits ein Drittel an Gewicht im Vergleich zu einem Stahlpedal eingespart werden kann.

Wachtel beschrieb zudem eine radführende Blattfeder aus Verbundstoff, die sich durch besonders niedriges Gewicht und hervorragende Eigenschaften auszeichnet. Und ein von ZF aufgebauter Kleinwagen des Baumusters Suzuki Splash mit optimiertem Leichtbaufahrwerk besitzt ein um rund 40 Prozent leichteres Federbein-Rad-Modul sowie um 25 Prozent leichtere Dämpfer hinten - Verbesserungen, die sich sowohl in Fahreigenschaften als auch in Spritverbrauch und Agilität positiv niederschlagen.

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