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Assistenzsysteme ZF TRW entwickelt mehrspurigen Autobahnassistenten

Redakteur: Christian Otto

Der Zulieferer will seinen Autobahnassistent erweitern. Die zukünftige Version soll nicht nur eine sondern mehrere Spuren abdecken. Die Bausteine hierfür werden derzeit entwickelt.

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ZF TRW entwickelt ein System für den Einsatz auf mehreren Fahrspuren dessen 360-Grad-Umgebungserkennung auch automatisierte Überholvorgänge ermöglichen soll.
ZF TRW entwickelt ein System für den Einsatz auf mehreren Fahrspuren dessen 360-Grad-Umgebungserkennung auch automatisierte Überholvorgänge ermöglichen soll.
(Foto: ZF TRW)

ZF TRW sieht sich selbst als einen der Vorreiter bei der Entwicklung von Sensoren, Elektronik, Brems- und Lenkungstechnologien. Diese Erfahrungen bringt der Zulieferer auch in die Entwicklung verschiedener teilautomatisierter Fahrfunktionen ein. Dazu gehört zum Beispiel der Autobahnassistent, der bei Geschwindigkeiten von über 0 km/h automatisch lenkt, bremst und beschleunigt. Bei der Anwendung auf einer Fahrspur hält die Kombination aus adaptiver Geschwindigkeitsregelung und Spurführungsassistenz das Fahrzeug in der Spur und in einem festgelegten Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Ein System für den Einsatz auf mehreren Fahrspuren wird derzeit entwickelt, dessen 360-Grad-Umgebungserkennung auch automatisierte Überholvorgänge ermöglichen soll. Dieselbe Hardware-Konfiguration kann dann auch den Stauassistenten von ZF TRW für Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h realisieren.

Verbesserte Sensortechnik

Als Bausteine für das automatisierte Fahren gelten dem Unternehmen dabei Sensoren, Steuergeräte und Aktuatoren. So entwickelt ZF TRW nach eigenen Angaben derzeit die vierte Generation seiner Umgebungssensoren. Diese sollen sowohl fortschrittliche Sicherheits- als auch automatisierte Fahrfunktionen deutlich erweitern. Die vorausschauenden Kameras der S-Cam4-Familie umfassen eine Monokamera mit kompaktem Gehäuse sowie die Premium-Version Tri-Cam4 mit drei Linsen für automatisierte Fahrfunktionen.

Der Radarsensor AC1000 soll laut ZF TRW eine 360-Grad-Umgebungserkennung ermöglichen. Außerdem besitzt er einen Dual-Modus für niedrige und hohe Geschwindigkeiten, der je nach Fahrgeschwindigkeit automatisch umschaltet. Das Modulationsverfahren sorgt dafür, dass bei niedrigem Tempo ein breiteres Sichtfeld zur Verfügung steht, während bei hohen Geschwindigkeiten eine hohe Reichweite beibehalten wird. Damit eignet sich das System für noch mehr Anwendungen

Nächste Steuereinheitgeneration ab 2018

Die zentrale Steuereinheit fungiert praktisch als Gehirn des Fahrzeugs. Sie fusioniert und verarbeitet die Informationen aus den Sensoren und aktiviert verschiedene Sicherheitsfunktionen für die Fahrzeuginsassen und andere Verkehrsteilnehmer. Die zweite Generation der Safety Domain ECU (SDE 2) von geht laut ZF TRW ab 2018 in Serie.

Das integrierte Bremssystem (Integrated Brake Control – IBC) verzögert präzise und bietet zudem eine elektronische Stabilitätskontrolle. Gleichzeitig soll es dabei helfen, die wachsenden Anforderungen an Kraftstoff- und CO2-Effizenz zu erfüllen und unterstützt nach Angaben des Zulieferers sowohl fortschrittliche Sicherheitssysteme wie automatische Notbremssysteme als auch automatisierte Fahrfunktionen. ZF TRW bringt sein IBC bei einem großen Fahrzeughersteller 2018 auf den Markt.

Kraftstoffsparende Lenkung

Daneben hat ZF TRW zwei Varianten der elektrischen Servolenkung (Electrically Powered Steering – EPS) im Angebot: mit Zahnstangenantrieb (EPS Belt Drive) und mit Lenksäulenantrieb (EPS Column Drive). Im Vergleich zu herkömmlichen hydraulischen Zahnstangenlenkungen sollen diese Systeme den Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs um drei bis vier Prozent reduzieren. Wird die EPS mit Sensoren wie beispielsweise einer Kamera integriert, kann sie ein Lenkmoment erzeugen, um das Fahrzeug in der Spur zu halten.

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