Suchen

Joint-Venture ZF und BAIC gründen Gemeinschaftsunternehmen

| Redakteur: Jens Scheiner

Die ZF Friedrichshafen AG und die Beijing Automotive Industry Corporation (BAIC-Gruppe) haben ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung und Montage von Pkw-Achssystemen gegründet.

Firma zum Thema

Der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer (links) und der Chairman der BAIC-Gruppe, Xu Heyi, haben in Friedrichshafen den ersten Vertrag über ein Gemeinschaftsunternehmen zur Achssystemmontage unterzeichnet.
Der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer (links) und der Chairman der BAIC-Gruppe, Xu Heyi, haben in Friedrichshafen den ersten Vertrag über ein Gemeinschaftsunternehmen zur Achssystemmontage unterzeichnet.
(Foto: ZF )

Der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer und Xu Heyi, Chairman der BAIC-Gruppe sowie deren Pkw-Sparte BAIC Motor, unterzeichneten den Joint-Venture-Vertrag am Donnerstag in Friedrichshafen. „Wir freuen uns, dass die BAIC-Gruppe auf unsere Produkte vertraut“, sagte ZF-Chef Sommer bei der Vertragsunterzeichnung. Zu Beijing Benz Automotive (BBAC), einem Joint Venture von BAIC Motor und der Daimler AG, unterhält ZF bereits seit mehreren Jahren Geschäftsbeziehungen und liefert komplette Vorder- und Hinterachsen für die aktuellen Modellreihen der in China produzierten Mercedes C- und E-Klasse sowie der GLK-Modelle.

Mehrjährige Planung

Das Joint Venture, an dem ZF 51 Prozent der Anteile hält, wird seinen Sitz in dem südöstlich der chinesischen Hauptstadt Peking gelegenen Industriepark „Beijing Economic and Technological Development Area“ haben. Laut Unternehmen werden vom nächsten Jahr an zuerst Ingenieure und Werksplaner die Entwicklungsarbeit aufnehmen und den Aufbau der Produktionsanlagen vorbereiten. Die Produktion der Achssystemmontage soll in den nächsten Jahren anlaufen. Dann werden dort rund 200 Mitarbeiter beschäftigt sein und mit einer anfänglichen Fertigungskapazität von 200.000 Einheiten Vorder- und Hinterachsmodule montieren, die im Just-in-sequence-Verfahren ausgeliefert werden.

In das neue Werk mit einer Fläche von 16.000 Quadratmetern investieren die beiden Joint-Venture-Partner mehr als zehn Millionen Euro. „ZF ist für uns ein wichtiger und verlässlicher Partner“, sagte Xu Heyi. „Mit dem neuen Gemeinschaftsunternehmen können wir mit einem erfahrenen Automobilzulieferer im Bereich Pkw-Fahrwerktechnik kooperieren.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43000177)