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Paragon Zukäufe geplant

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Berim Sensorspezialisten Paragon AG soll eine gestärkte Kapitalbasis Großakquisitionen ermöglichen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Sensospezialist Paragon AG will Genussrechte in Höhe von bis zu 14,5 Millionen Euro an ihre Aktionäre ausgeben. Damit stärkt der Automobilzulieferer seine Kapitalbasis und erhöht den finanziellen Spielraum für Akquisitionen.

Durch die Ausgabe der Genussrechte an Aktionäre löst der Vorstand sein Versprechen ein: "Die Plazierung von bis zu 14,5 Millionen Euro entspricht der zweiten Tranche des Vorratsbeschlusses der Hauptversammlung in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro. Acht Millionen Euro konnten wir bereits im Juni erfolgreich institutionell plazieren, und auch für die restlichen sieben Millionen Euro besteht seitens diverser Investoren bereits hohes Interesse", erklärt Finanzvorstand Hans-Jürgen John.

Klaus Dieter Frers, Vorstandsvorsitzender des Delbrücker Unternehmens, erläutert den Hintergrund der Kapitalmaßnahme: "Wir steigern uns schon allein durch originäres Wachstum in eine neue Dimension hinein. Durch gezielte zusätzliche Akquisitionen entwickeln wir uns immer mehr zu einem international operierenden Unternehmen, das vor der etablierten Konkurrenz keine Angst haben muss.

Durch die Aufnahme von Wachstumskapital schafft Paragon schon jetzt die strukturellen Voraussetzungen, die in Zukunft insbesondere im Automobilbereich benötigt werden. Denn nur so werden wir unsere Position als Direktzulieferer sukzessive ausbauen können." Im Fokus stehe dabei die flächige Ausweitung von Schlüsseltechnologien sowie die internationale Expansion.

Paragon wolle auf diese Weise den aktuellen Branchentrend nutzen und zunehmend größere Anteile an der Wertschöpfung der OEM übernehmen. Ziel sei es, sich immer mehr zum umfassenden Modul- und Systemhersteller zu entwickeln. "Erste Sondierungsgespräche über mögliche Großakquisitionen, die sinnvoll unser Leistungsspektrum ergänzen und zusätzliches Ertrags- und Umsatzwachstum erwarten lassen, werden bereits geführt", so Frers.

"Die bisherigen erfolgreich integrierten Akquisitionen - die Luftgütesensorsparte der Robert Bosch GmbH und der Elektromechanikspezialist Andreas Haller GmbH & Co. KG - waren erste strategische Meilensteine. Als nächstes haben wir vor allem einen besseren internationalen Marktzugang im Automobilbereich, aber auch eine Ergänzung des Geschäftsfeldes Gebäudetechnik im Auge."