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Continental Zukäufe im Reifengeschäft

| Redakteur: Bernd Otterbach

Nach der milliardenschweren Übernahme von Siemens VDO erwägt die Continental AG weitere Zukäufe. Insbesondere im Reifengeschäft in Asien und Amerika seien Akquisitionen denkbar, sagte Finanzvorstand Alan Hippe.

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„Sollte sich eine gute Gelegenheit ergeben, werden wir sicher ganz genau hinschauen“, sagte er dem Magazin „auto, motor und sport“. Nach der Übernahme von Siemens VDO habe der Schuldenabbau zwar weiter höchste Priorität. „Trotzdem prüfen wir natürlich Optionen, vor allem in Asien sowie auf dem gesamten amerikanischen Kontinent“, so Hippe weiter. Mittelfristig werde Conti seine Aktivitäten im Bereich Zukäufe wieder intensivieren.

Umsatzrendite von 9,3 Prozent

Für das laufende Jahr hält Conti an den Synergiezielen aus der Übernahme von Siemens VDO fest. Der Automobilzulieferer peile im laufenden Jahr weiter einen Umsatz von mehr als 26,4 Milliarden Euro an, heißt es in den Unterlagen zur Präsentation von Finanzvorstand Alan Hippe am Mittwoch bei der „German & Austrian Corporate Conference“ der Deutschen Bank in Frankfurt. Die um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte bereinigte Umsatzrendite soll wie angekündigt bei mindestens 9,3 Prozent liegen.

Einsparungen ab 2010

Aus der Integration von Siemens VDO rechnet Hippe weiter mit Einsparungen von 300 bis 350 Millionen Euro pro Jahr, die ab 2010 erreicht werden sollen. Die Restrukturierungs- und Integrationskosten sieht er weiter im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Im Pkw-Reifengeschäft peilt Hippe für 2009 eine Umsatzrendite von bis zu neun Prozent an. Der Umsatz der Sparte soll im laufenden Jahr „irgendwo zwischen fünf und neun Prozent“ wachsen. Hippe ist seit April auch Chef der Pkw-Reifendivision, die zuvor Vorstandschef Manfred Wennemer selbst führte.

dpa

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