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Standortfinanzierung

NZWL legt Mittelstandsanleihe auf

| Autor/ Redakteur: Christian Otto / Christian Otto

Der sächsische Motoren- und Getriebespezialist will auch in China wachsen. Um dort Kunden wie VW vor Ort beliefern zu können, möchte der Zulieferer das geplante Werk in Tianjin auch über eine Mittelstandsanleihe finanzieren.

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Dr. Michael Bormann von der Sozietät bdp Bormann, Demant & Partner zeigt sich bezüglich der Anleihe zuversichtlich.
Dr. Michael Bormann von der Sozietät bdp Bormann, Demant & Partner zeigt sich bezüglich der Anleihe zuversichtlich.
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Der Leipziger Produzent von Motor- und Getriebeteilen Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig (NZWL) mit Tochtergesellschaft in der Slowakei plant die Emission der ersten echten Mittelstandsanleihe im Jahr 2014. Die Anleihe soll im Segment Entry Standard der Deutschen Börse gelistet werden.

Nach Informationen des geschäftsführenden Gesellschafters Dr. Hubertus Bartsch soll das Volumen der Anleihe bis zu 25 Millionen Euro betragen. Über die Laufzeit von 5 Jahren bietet das Unternehmen einen Zins von 7,5 Prozent pro Jahr. 60 Prozent des Emissionserlöses sollen dabei für die Finanzierung des Baus des seit 2013 geplanten Werkes der Neue ZWL Transmission Technology and Production (Tianjin) Co., Ltd., am Standort Tianjin in China verwendet werden. Dort möchte das Unternehmen jährlich Synchronisierungen für 1,3 Millionen Direktschaltgetriebe produzieren.

NZWL folgt VW

Die auf Mittelstandsanleihen und die rechtliche und finanzwirtschaftliche Finanzierung von Unternehmen in China spezialisierte Sozietät bdp Bormann, Demant & Partner mit Sitz in Berlin, hat die Transaktion begleitet. Dr. Michael Bormann: „Der Expansionsschritt nach China ist aufgrund von Aufträgen mit dem Großkunden Volkswagen notwendig geworden, der ebenfalls am Standort Tianjin eine neue Getriebefabrik errichtet. Die NZWL folgt ihrem Kunden.“

Nach den Erfahrungen Bormanns passiere es immer häufiger, dass Automobilkonzerne ihren Zulieferern direkt empfehlen, ebenfalls ein Werk am ausländischen Standort zu errichten. Laut Bormann musste für die neue Fabrik in China ein Investitionsvolumen von 36 Millionen Euro gestemmt werden.

Kurze Zeichnungsfrist

Die Anleihe hat eine relativ kurze Zeichnungsfrist: Vom 17.02. – 28.02. 2014, also innerhalb von 14 Tagen soll die Anleihe gezeichnet werden. Bormann gibt sich optimistisch: „Der Business Case und das Management überzeugen und die Zahlen sind solide - ich rechne mit einer Vollplatzierung.“

Deshalb gibt sich der Zulieferer auch mit seinen Zahlen transparent: In den ersten neun Monaten des Jahres 2013 konnte die positive Umsatz- und Ertragsentwicklung aus 2012 laut Unternehmen nahtlos fortgesetzt werden. Der Konzern-Umsatz stieg bis September 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 % auf 52,5 Millionen Euro. Für das gesamte Jahr 2013 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von knapp 70 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag per 30.09.2013 bei 23,5 Prozent.

Bei 90 Prozent aller Aufträge agiert die NZWL als Alleinlieferant. Zu den Kunden gehören alle namhaften Automobilkonzerne. Dennoch dient das Werk in Tianjin nach den Worten von Bartsch auch dazu, zusätzlich Wachstum bei anderen Autobauern in China zu generieren.

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