Suchen

Zulieferer-Kongress Zulieferer Innovativ blickt in die automobile Zukunft

Redakteur: Christian Otto

Insgesamt zum 17. Mal bietet der Veranstalter Bayern Innovativ mit dem Kongress eine Basis zum Netzwerken. Diesmal standen aktuelle und künftige Megatrends und der Umgang mit Ihnen im Fokus der Veranstaltung.

Firmen zum Thema

Namhafte Gäste, wie EU-Kommisar Günther Oettinger, diskutierten im Auditorium der BMW Welt in München über den Mobilitätswandel.
Namhafte Gäste, wie EU-Kommisar Günther Oettinger, diskutierten im Auditorium der BMW Welt in München über den Mobilitätswandel.
(Foto: Merz / Bayern Innovativ)

Bayern Innovativ lud zur 17. Ausgabe des Jahreskongress „Zulieferer Innovativ“ und über 450 Teilnehmer aus 15 Ländern sowie 30 Unternehmen und Institute kamen gestern und heute (06./07.07.) in die BMW Welt nach München. Das Ziel des Kongresses sei es, laut der Organisatoren, Innovationsfelder der nächsten Jahre aufzuzeigen und diese durch ein aktives Netzwerken zu gestalten. Dafür lud man auch namhafte Politiker ein, um mit Ihnen im Diskurs die dafür notwendigen Rahmenbedingungen aufzuzeigen.

Der Schlüssel für den zukünftigen Erfolg der Branche liege laut Dr. Andreas Böhm von Bayern Innovativ darin „Megatrends zu verstehen, den Mobilitätswandel aktiv zu gestalten, Chancen neuer Technologien zu nutzen sowie neue Kunden und Märkte zu erschließen.“ Hierfür bedarf es klarer Roadmaps und technologischer Lösungen, die die in München vertretenen OEMs, Zulieferer und Innovationsschmieden vorstellten.

Da es gerade KMUs an Ressourcen für das notwendige Innovationsmanagement fehle, bilde die Veranstaltung im besten Fall eine Oberfläche für das Knüpfen von Kooperationen. Die thematische Breite der Veranstaltung zeigte sich schon in einem Pressgespräch, in dem neben dem Vertreter eines namhaften Zulieferers auch ein VDA-Repräsentant sowie Trendforscher und ein Chef einer kleinen Ideenschmiede Rede und Antwort standen.

Megatrends als Chance

Für den Zulieferer Brose blickte dabei Dr. Jürgen Stahl, Leiter der Unternehmensplanung auf den alle Lieferanten betreffenden Trend Globalisierung. Stahl betonte die Schwierigkeit volatiler Märkte wie Russland, und äußerte seine Erwartungen zum derzeit kritisch betrachteten chinesischen Markt: „Wir sehen China weiterhin positiv.“

Dr. Christian-Simon Ernst von der fka Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbh Aachen wiederum ging konkret auf die Auswirkungen der derzeitigen Megatrends auf die Automobilindustrie ein. „Die Megatrends Umweltschutz, Urbanisierung und kultureller Wandel verändern die Zielsetzung für die Fahrzeugentwicklung zukünftiger Fahrzeuggenerationen“, so Ernst. Für die Branche bedeute das weitere Anpassungen und Entwicklungen in den Feldern Effizienz, Sicherheit und Vernetzung. Alle drei Entwicklungsfelder bieten neben den Herausforderungen, wie die CO2-Gesetzgebung, auch attraktive Zukunftschancen.

Auch Dr. Ulrich Eichhorn, Geschäftsführer des VDA, äußerte sich zu Rahmenbedingungen und Herausforderungen. Dabei ging er insbesondere auf die CO2-Ziele ein und versprach: „Die 95 Gramm werden wir 2020 durch die weitere Verbesserung der Verbrenner und die Möglichkeiten der Elektrisierung bringen.“ Er gab aber auch zu bedenken, dass alle weiteren Ziele vor allem für die Kunden teuer würden und verwies dabei auf das zunehmende Bestandsalter der Fahrzeuge, das jetzt bei neun Jahren liege. Deshalb mahnte Eichhorn: „Die politischen Ziele müssen den physikalischen Rahmenbedingungen Rechnung tragen.“

(ID:43498014)