China Market Insider Zweifel an der sicheren Zweitverwertung von Batterien

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Sven Prawitz

Die Energiespeicher von ausgedienten E-Autos werden stationär weiterverwendet. In China ein Milliardengeschäft, das nahezu unreguliert ist – mit tödlichen Folgen.

Als stationäre Speicher können ausgediente Antriebsbatterien zum Beispiel überschüssige Windenergie aufnehmen.
Als stationäre Speicher können ausgediente Antriebsbatterien zum Beispiel überschüssige Windenergie aufnehmen.
(Bild: Alfen)

China hat bei der oft chaotischen Zweitverwertung von Autobatterien die Notbremse gezogen. Die „Kaskaden-Nutzung“ ausgemusterter Antriebsbatterien in Großprojekten sei vorerst nicht mehr erlaubt, gab die Nationale Energiebehörde (NEB) in Peking bekannt. Marktbeobachter in China fragen sich nun, ob ein „Richtungswechsel der Politik“ bevorstehe, denn bislang hatte die chinesische Regierung das zweite Leben von Autobatterien eher gefördert.

Das in der Industrie momentan viel diskutierte Verbot steht in einem gerade veröffentlichten NEB-Entwurf neuer „Management-Spezifikationen für Speicher aus neuen Energieträgern“, für die bis zum 22. Juli öffentlich Kommentare erbeten werden. „Im Prinzip ist es nicht erlaubt, neue Großprojekte für die Kaskaden-Nutzung von Powerbatterien zu bauen“, heißt es in dem Gesetzentwurf.