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Continental Zwist in der Führungsetage

| Redakteur: Thomas Weber

Die Spitzenmanager des Zulieferers Continental sind uneins über ihre Antwort auf den Übernahmeangriff des fränkischen Schaeffler-Konzerns.

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Einigkeit sieht anders aus. Während Konzernchef Manfred Wennemer in einem kämpferischen Statement massive Gegenwehr hinsichtlich des Übernahmeangriffs durch Schaeffler angekündigt hatte, reagierte der Aufsichtsrat zurückhaltend. Das Kontrollgremium werde sich erst äußern, wenn genauere Angaben vorliegen, teilte Aufsichtsratsvorsitzender Hubertus von Grünberg mit. Medien hatten zuvor geschrieben, die beiden Chefs in Vorstand und Aufsichtsrat hätten sich im Kampf um die Macht bei Continental entzweit.

Der Aufsichtsrat habe die Entscheidung der Schaeffler-Gruppe zur Abgabe eines Übernahmeangebotes zur Kenntnis genommen. Sobald die Offerte „ausreichend konkretisiert“ sei, werde es im Aufsichtsrat dazu einen Meinungsbildungsprozess und eine Stellungnahme geben, teilte von Grünberg in Hannover mit. Dabei würden die Interessen der Aktionäre im Vordergrund stehen.

Vor der öffentlichen Stellungnahme Wennemers am vergangenen Mittwoch hatte der Aufsichtsrat über die Lage beraten. Dabei soll von Grünberg für Verhandlungen mit Schaeffler plädiert haben. Von Grünberg wird in den Medien mit den Worten zitiert, eine Übernahme sei nicht mehr zu verhindern und man dürfe jetzt kein Feindbild aufbauen. Der Aufsichtsratschef soll dem „Handelsblatt“ zufolge auch eingeräumt haben, schon vor dem ersten Gespräch zwischen Wennemer und dem Chef der Schaeffler-Gruppe, Jürgen Geißinger, am Freitag voriger Woche vom Interesse des fränkischen Familienkonzerns erfahren zu haben.

dpa

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