Zulieferer

GPM wird von Nidec Corporation übernommen

| Redakteur: Jens Scheiner

Der Automobilzulieferer Geräte- und Pumpenbau GmbH Dr. Eugen Schmidt (GPM) wird Teil des Elektronikkonzerns Nidec Corporation.
Der Automobilzulieferer Geräte- und Pumpenbau GmbH Dr. Eugen Schmidt (GPM) wird Teil des Elektronikkonzerns Nidec Corporation. (Foto: GPM)

Der Automobilzulieferer Geräte- und Pumpenbau GmbH Dr. Eugen Schmidt (GPM) wird Teil des Elektronikkonzerns Nidec Corporation. Das haben beide Unternehmen heute in Kyoto und Merbelsrod bekanntgegeben.

Die vollständige Übernahme ist für Ende Januar 2015 geplant. Über Details der Transaktion vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der relevanten Kartellbehörden.

GPM ist ein führender Technologiepartner der Automobilhersteller für konventionelle und geregelte Wasserpumpen mit europäischer Marktpräsenz. Die technologische Kompetenz wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt durch den in der Automobilzulieferindustrie international anerkannten PACE-Award. Der Zulieferer GPM erwirtschaftete laut eigenen Angaben im Jahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 266 Millionen Euro. Die Nidec Corporation mit Sitz in Kyoto/Japan ist einer der Marktführer für energieeffiziente Elektromotoren und Elektronik. 2013 setzte das Unternehmen mit rund 100.000 Mitarbeitern gut 875 Milliarden Yen (~ 6,5 Milliarden Euro) um.

Erweiterung der Elektromotoren- und Pumpentechnologie

Nidec will sich in Zukunft noch stärker auf zukunftsweisende Technologien im Automobilbereich konzentrieren. Ein wichtiges Ziel der Übernahme sei daher die Entwicklung weiterer Produkte zur Reduktion von Kraftstoff und CO2-Emissionen im Antriebstrang. Dabei stehe die Entwicklung elektrischer Pumpentechnologie im Vordergrund. Beide Unternehmen wollen künftig ihre komplementäre Elektromotoren- und Pumpentechnologie ausbauen und damit die steigende Nachfrage der Automobilhersteller nach integrierten Lösungen besser bedienen.

Die Nidec Corporation und GPM kündigten an, den Standort Merbelsrod als weltweites Kompetenzzentrum für innovative Wasserpumpentechnologie auszubauen und planen in diesem Zusammenhang Investitionen in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro in Thüringen.

Kommentar zum Beitrag schreiben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43124640 / Zulieferer)