Flottenmanagement

Vimcar stellt digitales Fahrtenbuch vor

| Redakteur: Thomas Günnel

Ein Berliner Startup will das Führen von Fahrtenbüchern vereinfachen – mit einem rechtssicheren, digitalen Fahrtenbuch.
Ein Berliner Startup will das Führen von Fahrtenbüchern vereinfachen – mit einem rechtssicheren, digitalen Fahrtenbuch. (Foto: Vimcar)

Fahrtenbücher zu führen klappt nicht immer reibungslos. Ein Berliner Startup will das verbessern: mit einem rechtssicheren, digitalen Fahrtenbuch.

Elektronische Fahrtenbuchösungen sind zwar seit den Neunzigerjahren in Deutschland verfügbar, haben jedoch die breite Masse nie überzeugt: Meist als Nachrüstlösung vertrieben, war der Einbau kostenintensiv und die Anerkennung durch die Steuerbehörden dennoch zweifelhaft. Ein junges Berliner Unternehmen will genau hier ansetzen: „Wir haben über ein Jahr lang gemeinsam mit Steuerberatern und Firmenwagenfahrern entwickelt, um Fahrtenbuchführen endlich hundertprozentig sicher zu machen“, verspricht Andreas Schneider, einer der drei Gründer der Vimcar GmbH. Seit Anfang des Jahres ist das Unternehmen nun offizieller Partner des deutschen Steuerberaterverbandes, über 700 Partnerkanzleien in Deutschland empfehlen das Unternehmen bereits. „Rechtssicherheit stand bei uns an vorderster Stelle. Mindestens so wichtig ist aber Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Deswegen setzen wir auf OBD-Dongles, die jeder selbst im Fahrzeug einstecken kann. Sie kommunizieren mit Apps, die die Daten sofort verarbeiten können und mit jeder Fahrt dazulernen, damit das Fahrtenbuchschreiben zumindest semi-automatisch ablaufen kann“ erklärt Schneider weiter.

Die Funktionsweise

Vimcar greift via Dongle über die Onboard Dignostics-Schnittstelle auf Fahrzeug-Steuergeräte zu, um den Kilometerstand zu errechnen. Jedes Mal nach dem Abschalten der Zündung wird eine neue Fahrt generiert und mit Datum, Uhrzeit und einer Anfangs- und Endadresse über den integrierten GPS-Empfänger angereichert. Anschließend wird die Fahrt über die ebenfalls enthaltene SIM-Karte verschlüsselt an das Vimcar-Rechenzentrum übermittelt und dort gespeichert. Da die Aufzeichnung vollautomatisch erfolgt, ist eine Manipulation durch den Fahrer ausgeschlossen.

Sobald der Datensatz im Rechenzentrum verarbeitet wurde, steht er in den Vimcar-Apps und in der Browser-Version des Fahrtenbuchs zur Verfügung. Hier lässt sich jede Fahrt den Kategorien „Arbeitsweg“, „Betriebsfahrt“ oder „Privatfahrt“ zuordnen und um die gesetzlich geforderten Zusatzinformationen wie „Anlass“ und „besuchter Geschäftspartner“ erweitern. Die so erstellte Fahrtendokumentation ist jederzeit als digital signierte PDF-Datei über einen frei wählbaren Zeitraum exportierbar. Zahlreiche Sicherheitsmechanismen sorgen laut Hersteller im Hintergrund dafür, dass das so erstellte Fahrtenbuch allen Anforderungen der Finanzbehörden entspricht: zum Beispiel durch ein permanentes Änderungsprotokoll oder den nach sieben Tagen einsetzenden Schreibschutz.

Den Fuhrpark im Hinterkopf

Zusätzlich stehen zahlreiche Funktionen für Profis zur Verfügung, die die Rechte- und Rollenverteilung erleichtern. Laut Schneider sei man bereits dabei, den B2B-Markt zu erschließen: „Eine professionelle, flottentaugliche Fahrtenbuchlösung muss herstellerübergreifend funktionieren und darf keine Kosten beim Fahrzeugwechsel verursachen. In diesem Sinne haben wir Vimcar bereits mit Fuhrparks im Hinterkopf entwickelt.“ Langfristig strebt das junge Unternehmen laut Schneider an, sich „in das Connected-Car-Ökosystem der Hersteller zu integrieren und Teil einer breiten Palette von Anwendungen zu werden, die Fahrer nach ihren Wünschen zusammenstellen können.”

Das Vimcar Fahrtenbuch ist für alle Browser sowie als App für Android und iOS verfügbar und mit allen Fahrzeugen ab Baujahr 2004 kompatibel. Weitere Informationen und Lizenzen sind auf der Webseite von Vimcar verfügbar.

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