Automatisiertes Fahren

ZF und Nvidia: Künstliche Intelligenz für Autos

| Redakteur: Thomas Günnel

Dr. Stefan Sommer, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen (l.) und Rob Csongor, Vizepräsident und Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Automotive bei Nvidia, bei der Pressekonferenz auf der CES in Las Vegas.
Dr. Stefan Sommer, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen (l.) und Rob Csongor, Vizepräsident und Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Automotive bei Nvidia, bei der Pressekonferenz auf der CES in Las Vegas. (Bild: ZF Friedrichshafen)

Der Zulieferer ZF Friedrichshafen und der Elektronikkonzern Nvidia entwickeln gemeinsam ein System, das künstliche Intelligenz für die Mobilitätsbranche verfügbar macht. Das gaben beide Unternehmen auf der CES in Las Vegas bekannt.

ZF und Nvidia entwickeln gemeinsam ein System für künstliche Intelligenz in der Mobilitätsbranche. Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas stellt ZF ein erstes System auf Basis der Nvidia-AI-Technologie (AI = Artificial Intelligence, Künstliche Intelligenz) vor, das automatisierte Autobahnfahrten unterstützt: „ZF ProAI“ lässt Fahrzeuge ihre Umgebung „verstehen“, indem es mittels Deep-Learning-Technologie Sensor- und Kameradaten verarbeitet und interpretiert. ZF ProAI nutzt die skalierbare „Drive PX 2“-AI-Rechnerplattform, um Eingangssignale mehrerer Kameras plus Lidar-, Radar- und Ultraschallsensoren zu verarbeiten. Das System kann so in Echtzeit verstehen, was um das Fahrzeug herum passiert, es auf hochaufgelösten Karten präzise lokalisieren und einen sicheren Fahrweg vorausplanen. Die Serienfertigung ist ab dem Jahr 2018 geplant.

Neue Steuergeräte

Um die Datenflut der Sensoren verarbeiten zu können, entwickeln beide Unternehmen entsprechende Steuereinheiten. Aktuelle elektronische Steuereinheiten in Fahrzeugen bestehen meist aus unterschiedlichen Rechnereinheiten, die jeweils ein System oder eine spezifische Funktion steuern. Deren Rechenleistung wird für das autonome Fahren nicht mehr ausreichen. „Gemeinsam mit Nvidia bringen wir die Rechenleistung eines Supercomputers, wie sie für künstliche Intelligenz benötigt wird, in Personen- und Nutzfahrzeuge sowie Industrieanwendungen“, sagt Dr. Stefan Sommer, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG. Supercomputing und „Deep-learning“-Fähigkeit können die Entwicklung des autonomen Fahrens deutlich beschleunigen. Die Drive PX 2-AI-Plattform stellt genug Rechenleistung bereit, um das komplette 360- Grad-Umfeld um das Fahrzeug präzise zu verstehen und daraus Aktivitäten abzuleiten.

ZF liefert ZF ProAI als ins Fahrzeug integriertes System. Aktualisierungen erfolgen über die Cloud, außerdem sind so im Verlauf der Autolebens zusätzliche Funktionen und Fähigkeiten installierbar. Das System ist für V2X-Applikationen ausgelegt, kann also mit anderen Fahrzeugen und mit der umgebenden Infrastruktur kommunizieren.

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