Green Deal Källenius: EU-Klimaprogramm muss neu ausgerichtet werden

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Bei seinem Amtsantritt als neuer Präsident des Autoverbands Acea fordert der Mercedes-Chef einen Realitätscheck. Er will mit der EU-Kommission darüber sprechen.

Acea-Generaldirektorin Sigrid de Vries und der neue Verbandspräsident Ola Källenius.(Bild:  ACEA)
Acea-Generaldirektorin Sigrid de Vries und der neue Verbandspräsident Ola Källenius.
(Bild: ACEA)

Die europäische Autolobby fordert eine deutliche Änderung des Klima-Prestigeprojekts von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. „Der europäische Green Deal muss einem Realitätscheck und einer Neuausrichtung unterzogen werden“, sagte Ola Källenius, neuer Präsident des europäischen Autoverbands Acea und Chef von Mercedes-Benz. Konkreter wurde Källenius nicht.

Das Gesetzespaket müsse flexibler werden, damit die Autoindustrie klimafreundlicher werde, fügte er hinzu. Källenius machte klar, dass sich die EU-Automobilindustrie weiter zu den EU-Klimazielen bekenne. Konkrete Forderungen zur Anpassung der Klimastrafen äußerte Källenius nicht. Im Gespräch mit Journalisten sagte er, auch wenn es eine Reihe von Ideen gebe, wolle man einen angekündigten Dialog offen, konstruktiv und positiv führen. Von der Leyen hatte angekündigt, noch in diesem Monat mit Autoherstellern, Gewerkschaften und Industrieverbänden einen Dialog zur Zukunft der Autoindustrie zu beginnen.

Mit dem Gesetzespaket Green Deal ist das Vorhaben verbunden, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird. Nach derzeitiger EU-Gesetzeslage drohen ab diesem Jahr hohe Geldbußen für Autohersteller wegen strengerer Grenzwerte – sogenannte Flottengrenzwerte. Für zu viel ausgestoßenes CO2 müssen die ohnehin schon angeschlagenen Hersteller Strafe zahlen, möglicherweise in Milliardenhöhe. Die Klimastrafen drohen vor allem, weil weniger Elektroautos produziert und verkauft werden als angenommen wurde. Die Autoindustrie drängt in dem Zusammenhang schon länger darauf, dass etwa die Ladeinfrastruktur in der EU drastisch ausgebaut werden muss, um E-Mobilität attraktiver zu machen.

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