Wankstabilisierung Im Gleichgewicht: Automatisiertes Fahren mit adaptivem Fahrwerk

Von Hartmut Hammer 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Aktive Wankstabilisierungssysteme sind schon lange in Serie. Verknüpft mit automatisierten Fahrfunktionen können sie für noch mehr Komfort sorgen. Dafür müssen noch einige Aufgaben gelöst werden.

Mercedes-Benz war um die Jahrtausendwende einer der ersten OEM, der Wankbewegungen der Karosserie mit aktiven Systemen unterdrückte.(Bild:  © Mercedes-Benz AG)
Mercedes-Benz war um die Jahrtausendwende einer der ersten OEM, der Wankbewegungen der Karosserie mit aktiven Systemen unterdrückte.
(Bild: © Mercedes-Benz AG)

Citroën und Mercedes-Benz präsentierten schon vor der Jahrtausendwende Fahrwerks-Regelsysteme, die Wanken und Nicken unterdrücken sollten. Seitdem haben etliche OEMs und Tier1-Zulieferer passive und zunehmend aktive Regelsysteme entwickelt. Schaeffler etwa hat 2015 den ersten aktiven mechatronischen Wankstabilisator auf 12- beziehungsweise 48-Volt-Basis auf den Markt gebracht.

Ende 2015 hat ein anderes Zulieferer-Schwergewicht, die ZF Group, ihr aktives Fahrwerk S-Motion vorgestellt: es vereint die bekannten CDC-Dämpfer mit je einem Hydraulikkreislauf, Ölpumpen, Regelventile und eine ausgeklügelte Steuerungselektronik. Damit kann S-Motion laut ZF die aktiven Dämpfer an jedem Rad im Millisekundenbereich um bis zu acht Zentimeter „aufbocken“ und so die Wankneigung bei Kurvenfahrt, sowie das Nicken beim Anfahren und Abbremsen weitestgehend kompensieren.