Insolvenz Investor kauft Allgaier Sachsen

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Allgaier Sachsen in Oelsnitz geht an einen Investor. Nach der Insolvenz des Mutterunternehmens war die Zukunft über ein Jahr lang ungewiss.

Ein Investor kauft den Allgaier-Standort im sächsischen Oelsnitz.(Bild:  Allgaier)
Ein Investor kauft den Allgaier-Standort im sächsischen Oelsnitz.
(Bild: Allgaier)

Der schwäbische Zulieferer Allgaier Werke hatte im Juni 2023 Insolvenz angemeldet. Für den Standort im sächsischen Oelsnitz gibt es nun einen Investor. Die Martin-Gruppe mit Sitz im bayerischen Ebersdorf bei Coburg übernimmt den Geschäftsbetrieb des Automobilzulieferers und alle rund 100 Beschäftigten. Allgaier Sachsen fertigt große Struktur- und Zusammenbauteile aus Stahl- und Aluminium für die Automobilindustrie.

Der Betrieb firmiert künftig unter der Marke Martin. Die Martin-Gruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen und will laut des Insolvenzverwalters den Standort in Sachsen langfristig erhalten. Peter Martin, geschäftsführender Gesellschafter, sieht laut Mitteilung „am Standort in Oelsnitz weiteres Wachstumspotenzial“. Das Werk ist eines der jüngsten und modernsten der Allgaier-Gruppe. Es umfasst rund 12.000 Quadratmeter Produktions- und Logistikfläche und wurde vor acht Jahren eröffnet.

Andere Unternehmensteile bereits verkauft

Die Verantwortlichen haben den Kaufvertrag laut des Insolvenzverwalters Heinz-Joachim Hombach vor einer Woche unterschrieben. Der wirtschaftliche Übergang erfolgt zum 1. November 2024. Die Transaktion beinhaltet auch den Verkauf von Patenten. Offizielle Details zu den Transaktionen gibt es nicht. Die Allgaier Sachsen GmbH hatte sich über ein Jahr im Insolvenzverfahren befunden.

Andere Gesellschaften der Allgaier-Gruppe wurden bereits verkauft. Die Allgaier Process Technology GmbH ging im Januar 2024 an die Siebtechnik GmbH. Die Mogensen GmbH & Co. KG wurde übernommen von der Joest Group, inklusive der Tochtergesellschaften in Schweden und Spanien. Die mexikanische Tochtergesellschaft der Allgaier Werke kaufte im Juni 2024 ein italienischer Investor.

Über die Martin-Gruppe

Die Martin-Gruppe ist ein Anbieter von Metallumformung. Zur Unternehmensgruppe gehören:

  • die Martin Metallverarbeitung GmbH mit den Standorten in Ebersdorf und Rödental (beide Landkreis Coburg)
  • die Martin Stanz- und Umformtechnik GmbH mit Sitz in Parsberg (Landkreis Neumarkt)
  • und die MeTec UAB in Vilnius, Litauen

Die Gruppe entwickelt und produziert Komponenten für die E-Mobilität, Schweiß- und Nietbaugruppen, Funktionsbaugruppen sowie Stanz- und Umformteile. Seit der Gründung im Jahr 1967 ist das Unternehmen inhabergeführt und eigenfinanziert. Heute beschäftigt Martin an vier Standorten insgesamt 800 Menschen. Oelsnitz wird der fünfte Standort.

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