Designstudie
Audi Concept C setzt Leitlinien für künftige Modelle

Von Peter Weißenberg/SP-X 4 min Lesedauer

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Mit einem Concept-Car will Audi seine neue Designsprache demonstrieren und wieder einen echten Sportwagen kreieren. Die Strategie „radikal einfach“ wird aber wohl kein leichter Weg.

Audi Concept C: Leistungsdaten wollen die Ingolstädter noch nicht verraten.(Bild:  Audi)
Audi Concept C: Leistungsdaten wollen die Ingolstädter noch nicht verraten.
(Bild: Audi)

So ein Auto hätte auf der nächsten IAA begeisterte Zuschauermassen gewiss: Gut 850 Newtonmeter Drehmoment katapultieren die matt silberne Flunder voran bis Tempo 340. Das Cockpit wird klar vom puristischen Lenkrad dominiert, dahinter drehen sich wenige essenzielle Anzeigen. Und der Schwerpunkt liegt klar in der Mitte hinter dem Fahrer, bei gerade einmal 824 Kilo Leergewicht. Sechs Liter Hubraum, 16 Zylinder, infernalische Lautstärke und der gefühlte Abgasausstoß eines mittleren Kohlekraftwerks zeigen denn doch: Der Auto-Union-Rennwagen Typ C gehört in eine längst vergangene Zeit muskulöser Mobilität.

Allerdings nicht für Massimo Frascella, seit knapp einem Jahr Chief Creative Officer bei Audi. Der Italiener ist ein Fan klassisch-klaren Designs in der Tradition von Kubismus, Bauhaus – oder eben stilprägenden Ikonen erfolgreicher Audis und ihrer Vorgängermarken. Das zeigt er jetzt auf der IAA mit seiner ersten Kreation für die Ingolstädter: dem Concept C. Schon in zwei Jahren soll der Targa weitgehend so wie jetzt zu sehen in Serie gehen.