Autonome Lkw Fahrerloser Truck rollt jetzt auch nachts

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Seit einigen Wochen befördert ein autonomer Truck Fracht zwischen Dallas und Houston. Jetzt rollt er auch nachts ohne Fahrer auf der Strecke.

Aurora hat kommerzielle Nachtfahrten mit autonomen Trucks aufgenommen.(Bild:  Aurora Innovation / Screenshot youtube.com)
Aurora hat kommerzielle Nachtfahrten mit autonomen Trucks aufgenommen.
(Bild: Aurora Innovation / Screenshot youtube.com)

Im Mai hat Aurora Innovation seinen ersten autonom fahrenden Lkw auf die Straße geschickt. Der Truck verkehrt auf knapp 400 Kilometern zwischen Dallas und Houston. Über 20.000 Meilen sind inzwischen zusammengekommen, rund 32.000 Kilometer – und künftig werden es deutlich mehr: Die Flotte umfasst jetzt drei autonom fahrende Lkw. Zusätzlich bedient Aurora die Strecke zwischen Dallas und Houston nun auch nachts. Außerdem hat das Unternehmen ein Terminal in Phoenix eröffnet. Mit den Nachtfahrten steigt die Auslastung des Lkw auf mehr als das Doppelte. Die Lieferzeiten auf Langstrecken sinken deutlich – autonom fahrende Trucks rechnen sich so eher.

Über 15 Stunden ohne Stopp

Das neue Termin in Phoenix liegt auf der vielbefahrenen Strecke zwischen Atlanta und Los Angeles. Zwischen dem auf der Route liegenden Fort Worth und Phoenix fahren aktuell autonome Lkw von Aurora für zwei Speditionen. Zum besseren Vorstellen: Noch fahren Menschen Fracht von Atlanta bis Fort Worth bei Dallas. Ab dort rollen autonome Trucks ohne Fahrtzeitbegrenzung bis Phoenix – von wo aus wieder Menschen den Weitertransport nach Los Angeles übernehmen. Die einfache Fahrtzeit für diese Zwischenstrecke dauert über 15 Stunden – zu lange für menschliche Fahrer, für die eine Fahrtzeitgrenze von elf Stunden gilt.

Live-Stream aus den Trucks

Um zu zeigen wie zuverlässig das System arbeitet, streamt Aurora live aus den Lkw. Zwischen 8 Uhr morgens und 5 Uhr nachmittags Ortszeit ist „Aurora Driver Live“ aktiv. In Deutschland entspricht das während der Sommerzeit zwischen 15 Uhr und 24 Uhr.

Überblick: Nachtfahrten mit Aurora Driver

Technisch ist die Nachtfahrt möglich mit Auroras „FirstLight Lidar“ mit großer Reichweite. Das System „Aurora Driver“ kann damit Objekte im Dunkeln in über 450 Metern Entfernung detektieren – und Fußgänger, Fahrzeuge und Trümmer laut Aurora bis zu elf Sekunden früher identifizieren als ein herkömmlicher Fahrer. Das senkt vor allem nachts das Unfallrisiko deutlich. Wegen schlechter Sicht und Fahrermüdigkeit ereignen sich laut Aurora 37 Prozent der tödlichen Unfälle mit großen Lkw nachts.

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