Projekt DigHy H2-Infrastruktur für Bergbaufahrzeuge

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Schwere Nutzfahrzeuge unter Tage emissionsfrei mit vor Ort erzeugtem Wasserstoff versorgen: Das ist der Ansatz im Forschungsprojekt „DigHy“. In drei Jahren soll es Prototypen der Infrastruktur geben.

Wasserstoff für Nutzfahrzeuge unter Tage herstellen ist das Ziel im Projekt „DigHy“.(Bild:   / CC0)
Wasserstoff für Nutzfahrzeuge unter Tage herstellen ist das Ziel im Projekt „DigHy“.
(Bild: / CC0)

Der Lehrstuhl für Produktionstechnik von E-Mobilitätskomponenten, PEM, der RWTH Aachen hat gemeinsam mit Partnern Anfang März das Forschungsprojekt „DigHy“ gestartet. Es läuft bis Ende Februar 2029. Entstehen soll eine digitalisierte, skalierbare Wasserstoffinfrastruktur für den Bergbau. Das heißt: Schwere Bergbaufahrzeuge sollen unter Tage emissionsfrei mit Wasserstoff versorgt werden – mittels Elektrolyse mit erneuerbarer Energie aus aufbereitetem Grubenwasser.

Die Wertschöpfungskette – Produktion, Speichern, Verteilen und Einsatz in Brennstoffzellenfahrzeugen – wollen die Unternehmen systemisch integrieren. Zum Projektende wollen die Partner Prototypen vorstellen.

Bergbauprozesse dekarbonisieren

Mit Hilfe digitaler Zwillinge und KI-basierter Steuersysteme soll ein adaptives, robustes Gesamtsystem entstehen, das energieintensive Bergbauprozesse dekarbonisiert. Validieren wollen es die Projektpartner im realen Betrieb.

Die Forscher wollen ihr Konzept außerdem mit alternativen Ansätzen vergleichen, die ebenfalls CO2 reduzieren sollen: zum Beispiel batterieelektrische Antriebe, Oberleitungsfahrzeuge und sogenannte IPCC-Systeme, „In-Pit Crushing and Conveying“ – ein Förderbandsystem, das abgebautes Gestein bewegt.

Diese Unternehmen sind an „DigHy“ beteiligt

Am Projekt teil nehmen das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, N+P Informationssysteme, die Nivelsteiner Sandwerke und Sandsteinbrüche, und Hydac International. Die Projektleitung hat das PEM inne. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert die dreijährige Initiative.

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