Fraunhofer Spin-off Greasoline Biokraftstoff aus Altfetten
Forschern des Bereiches Biofuels am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) haben ein Verfahren entwickelt, das die Herstellung hochwertiger Biokraftstoffe aus Altfetten und Öl-Rückständen erlaubt.
Die Vorteile dieses Prozesses: Die verwendeten Grundstoffe stehen in keinerlei Konkurrenz zur Nahrungsmittelversorgung und sind in großen Mengen und kurzfristig verfügbar – und das bei reduzierter CO2-Emission. Im August 2011 gründeten die Wissenschaftler mit Unterstützung von Fraunhofer Venture die Greasoline GmbH zur Vermarktung dieser patentierten Technologie.
Waste-to-fuels-Verfahren
Das Gründungsteam Fraunhofer Spin-offs Greasoline GmbH hat nun eine Technologie entwickelt, mithilfe derer die Herstellung von hochqualitativen Kraftstoffen aus biobasierten Ölen oder Fetten jeglicher Qualität möglich ist, ohne dabei Wasserstoff oder herkömmliche Katalysatoren zu gebrauchen. Das sogenannte Waste-to-fuels Verfahren von Greasoline erlaubt demnach den Einsatz zahlreicher alternativer Ersatzstoffe, wie beispielsweise Algen.
Außerdem können Reststoffe verwertet werden, deren Anbau nicht in Konkurrenz zum Nahrungsmittelanbau steht. Der chemische Prozess läuft folgendermaßen ab: Die verwendeten Grundstoffe werden bei einer Temperatur von über 400 °C mithilfe von Aktivkohle in Kohlenwasserstoffe umgewandelt, deren Zusammensetzung den chemischen Verbindungen von herkömmlichen Kraftstoffen wie Benzin, Diesel oder Flüssiggas entspricht – ein Umrüsten der Motoren ist somit nicht mehr nötig.
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