Werk Regensburg Thermalöl-System senkt Energieverbrauch in der Lackiererei

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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BMW hat den Energieverbrauch in der Regensburger Lackiererei deutlich gesenkt. Möglich macht das ein elektrisch beheiztes Thermalöl-System.

Ein Thermalöl-System senkt den Energieverbrauch in der Lackiererei im BMW-Werk Regensburg.(Bild:  BMW)
Ein Thermalöl-System senkt den Energieverbrauch in der Lackiererei im BMW-Werk Regensburg.
(Bild: BMW)

BMW hat in einem Pilotprojekt die Lackiererei in Regensburg umgerüstet. Dort erwärmt jetzt auf einer der drei Decklacklinien ein elektrisch beheiztes Thermalöl-System die Luft im Trockner. Neu: Bisher umhüllte direkt erhitzte Luft die Karosserien nach dem Lackauftrag im Trocknungsraum. Jetzt überträgt das neue elektrische Heizaggregat die Wärme auf das Thermalöl. Das erwärmte Öl zirkuliert in einer Ringleitung und heizt im zweiten Schritt über Wärmetauscher die Luft im Trocknungsraum auf. Das zirkulierende Öl wird dabei mehrere Hundert Grad Celsius heiß. Anders als Wasser bleibt das Wärmeträgeröl dabei stabil.

Zusätzlich nutzt der Autohersteller Abwärme als Prozesswärme. Das senkt die Temperatur der Abluft, die über das Hallendach abgeleitet wird. Zusätzlich installierten die Beschäftigten eine elektrisch betriebene „eRTO“-Abluftreinigung. Seit dem Umbau verbraucht die Trocknungsanlage laut BMW rund 40 Prozent weniger Energie. Das Beheizen mit Thermalöl und die bessere Energieeffizienz der Anlage senken den CO2e -Fußabdruck der Lackiererei in Regensburg um rund 480 Tonnen CO2e jährlich. 

Vorbereitung auf erneuerbare Energien

Ein weiterer Vorteil: Mittels Thermalöl als Wärmeträgermedium entkoppelte BMW die Wärmeerzeugung von den restlichen Anlagenkomponenten – die Energieversorgung der Lackieranlagen ist so flexibel umrüstbar. „Das Thermalöl kann beispielsweise mit Strom, Geothermie, Solarthermie oder auch über ein mit Wasserstoff betriebenes Heizsystem erhitzt werden“, beschreibt Samuel Flieger, Projektleiter technische Planung in der Regensburger Lackiererei. „Sollte ein Energieträger knapp werden oder ganz ausfallen, können wir kurzfristig reagieren.“

Noch beheizt BMW das System aber nicht erdgasfrei. Der Grund: Das Stromnetz ist nicht vollständig auf die enorme Anschlussleistung ausgelegt, die eine komplett elektrifizierte Lackiererei mit energieintensiven Trocknungsprozessen benötigt.

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