Virtuelle Inhalte in fahrenden Autos stabil darstellen: Dafür haben BMW und Meta Relity Labs einen Prototypen entwickelt. Er zeigt, wohin die Entwicklung gehen könnte – weitere Unternehmen sind herzlich willkommen.
Virtuelle- oder Gemischte Inhalte stabil in fahrenden Fahrzeugen darstellen: BMW und Meta Reality Labs haben dafür ein Konzept entwickelt.
(Bild: BMW)
BMW und Meta Reality Labs haben einen Protoypen eines Headsets vorgestellt, der nach Angaben eines Sprechers des Automobilherstellers erstmals Virtual-Reality- (VR) und Mixed-Reality-Inhalte (MR) in fahrenden Fahrzeugen stabil darstellt. Konkret haben die Entwickler des „BMW Group Technology Office USA“ in Mountain View das Tracking-System des VR-Headsets von Meta mit den Sensordaten des Fahrzeugs verknüpft.
Das Tracking-System des Proof-of-Concept-Prototypen kann jetzt gleichzeitig die Position des Geräts relativ zum Fahrzeug und die Position des fahrenden Fahrzeugs relativ zur Welt berechnen. Virtuelle Objekte können so exakt verankert werden. Die VR- und MR-Inhalte bleiben nach Angaben des Sprechers stabil, „selbst wenn das Fahrzeug abbiegt, über Bodenwellen fährt und beschleunigt“.
Bislang war diese Darstellung so nicht möglich. Das Problem: VR-Headsets verwenden Kameras und Bewegungssensoren, um ihre Position zu ermitteln. Bewegt der Benutzer seinen Kopf bleibt der virtuelle Inhalt stabil. In sich bewegenden Fahrzeugen entstehen jedoch widersprüchliche Signale – von der Bewegung des Geräts im Fahrzeug und der Bewegung des Fahrzeugs in der Welt. Verkürzt gesagt: Die Bewegungssensoren des Headsets detektieren Bewegung, die Kameras detektieren keine Bewegung wenn sie das Innere des Autos fokussieren.
Extended-Reality-Inhalte und Industriestandards
Langfristig wollen BMW und Meta Reylity Labs neue Extended-Reality-Erlebnisse (XR) für künftige Fahrzeuge entwickeln. Mittels Kombination der vom Fahrzeug generierten Bewegungsdaten mit den Sensorfunktionen des XR-Headsets „kann die Fahrzeugbewegung im Wesentlichen subtrahiert und die Bewegung des Headsets in einem Fahrzeug genauer verfolgt werden“, beschreibt der Sprecher.
„Das ermöglicht wiederum die Darstellung von Inhalten, die mit der Bewegung des Fahrzeugs in Echtzeit synchronisiert sind – innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs und unabhängig davon, ob sich das Fahrzeug auf einer flachen, geraden Straße oder auf einer unebenen Straße mit scharfen Kurven bewegt“.
Außerdem sollen Industriestandards entstehen, für die Integration von XR-Verbrauchergeräten in das digitale Fahrzeugsystem. BMW ist nach Angaben des Unternehmenssprechers offen dafür, weitere Partner einzubeziehen, um einen Industriestandard für die Vernetzung von XR-Endgeräten mit Fahrzeugen zu schaffen.
Zeitpunkt des Serieneinsatzes ungewiss
„Noch ist schwer absehbar, wann und wie diese Technologie für Endkunden verfügbar wird“, kommentiert Claus Dorrer, Leiter des Technikzentrums. „Wir können uns aber schon heute verschiedene Anwendungsfälle für XR-Geräte im Fahrzeug vorstellen – zum Beispiel um den Fahrer auf Gefahren hinzuweisen, um wichtige Informationen zum Zustand des Fahrzeugs anzuzeigen oder beim Finden des Fahrzeugs auf einem vollen Parkplatz.“
Das Potenzial künftiger AR-Brillen und VR-Geräte ist laut Dorrer vielversprechend. „Die Forschungspartnerschaft mit Meta ermöglicht uns herauszufinden, wie immersive XR-Erlebnisse im Fahrzeug künftig aussehen könnten.“ Richard Newcombe, Leiter für Forschung und Wissenschaft bei Meta Reality Labs, hat bereits konkrete Vorstellungen: „Unser Forschungsprototyp zeigt, dass wir unterhaltsame und komfortable Fahrgast-Erlebnisse ermöglichen können, die im Auto selbst verankert sind – darunter VR- und MR-Spiele, Unterhaltungsangebote oder Produktivitätsanwendungen. Die Technologie hat das Potenzial, die Art und Weise zu verändern, wie wir auf Reisen sicher mit unserer Umwelt interagieren können. Während wir auf dem Weg zu AR-Brillen immer mehr zuverlässige Inhalte entwickeln, hoffen wir, dass es für Passagiere in Zukunft möglich sein wird, Dinge wie zum Beispiel Markierungen für Wahrzeichen, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten zu sehen.“
So sehen die virtuellen Inhalte während der Fahrt aus
Interaktive Scheiben von Toyota bereits 2011
Ein ähnliches System hatte Toyota unter dem Namen „Window to the World“ bereits im Jahr 2011 vorgestellt. Damals waren die Scheiben des Prototypenfahrzeugs als interaktive Displays ausgelegt. Mittels Augmented Reality sahen Passagiere im Vorbeifahren zum Beispiel Informationen über Sehenswürdigkeiten und andere Objekte. Das Fenster eignete sich auch als Leinwand für Zeichnungen, die dann mit der vorbeiziehenden Umgebung interagierten.
Stand: 08.12.2025
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