Neue Klasse BMW startet Elektroantrieb-Serienproduktion in Steyr

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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In Österreich startete der Hersteller die Serienproduktion seines neuen E-Motors. Er ist Teil der sechsten Generation E-Antrieb bei BMW.

In Steyr ist der Startschuss für Serienproduktion der neuen Elektromotoren gefallen, die in der Neuen Klasse zum Einsatz kommen. (Bild:  BMW)
In Steyr ist der Startschuss für Serienproduktion der neuen Elektromotoren gefallen, die in der Neuen Klasse zum Einsatz kommen.
(Bild: BMW)

Das BMW-Werk Steyr hat mit der Serienproduktion der elektrischen Antriebsmaschine für die Neue Klasse begonnen. Es ist die sechste Generation des BMW-eigenen Antriebssystems und erstmals wird ein E-Motor am Standort Steyr gefertigt. Von dort aus wird er ins globale Produktionsnetzwerk geliefert.

Mit dem Projektstart 2022 gerechnet will BMW bis 2030 über eine Milliarde Euro in den Ausbau der Entwicklungs- und Produktionskompetenz für E-Antriebe am Standort Steyr investieren. Bisher entwickelt und fertigt das Werk Verbrennungsmotoren für die Marken BMW und Mini – seit mehr als 40 Jahren. Nun fertigt man auch die neuen Elektromotoren. Parallel dazu werden am Standort weiter Diesel- und Benzinmotoren gefertigt.

In der neuen E-Motoren-Montage sind künftig etwa 1.000 Mitarbeiter im Einsatz. Abhängig davon, wie sich die globale Nachfrage entwickelt, könne bis 2030 die Hälfte der gesamten Belegschaft am Standort Steyr in der E-Mobilität tätig sein.

Steyr: Fit für die Elektrotechnik

Rotor, Stator, Getriebe und Inverter – alle Kernkomponenten des neuen E-Antriebs stellt man in Zukunft in Steyr her. Das Gehäuse des E-Motors wird allerdings in der Aluminium-Gießerei des Werks Landshut gegossen und in Steyr weiterverarbeitet. Der Inverter wird in einer neuen hausinternen Sauberraum-Umgebung hergestellt. Somit steigt das österreichische Motorenwerk auch in die Elektrotechnik ein.

Die Montage der E-Antriebs-Komponenten erfolgt auf zwei neuen Bändern. Insgesamt ähnelt das Produktionskonzept der sechsten Generation des E-Antriebs dem Prinzip eines Baukastens. Das ermöglicht es, verschiedene Derivate für die gesamte Modellpalette der Neuen Klasse herzustellen. Das modulare Konzept führt zu positiven Skaleneffekten und Kosteneinsparungen in Entwicklung und Produktion. Darüber hinaus verbessert es die Skalierbarkeit von Produktionsvolumina.

Für 800 Volt ausgelegt

Für die sechste Generation hat BMW den E-Motor verbessert: Rotor, Stator und Inverter wurden auf die neue 800-V-Architektur ausgelegt. Beim Inverter kommen nun eine 800-V-Technik sowie Siliziumkarbid-Halbleiter zum Einsatz. Der Inverter ist vollständig in das E-Motor-Gehäuse integriert. Er ist unter anderem dafür zuständig, den Gleichstrom aus der Hochvoltbatterie für den Einsatz im E-Motor in Wechselstrom umzuwandeln.

Insgesamt verbessern sich durch den intelligenten Einsatz der neuen Technologien im E-Antrieb sowie die Weiterentwicklung die Werte erheblich. Vergleicht man den künftigen BMW iX3 50 xDrive mit einem xDrive Modell der fünften Generation, zeigen sich beim E-Motor folgende Verbesserungen: „Die Energieverluste wurden um 40 Prozent gesenkt, die Kosten um 20 Prozent reduziert und das Gewicht um zehn Prozent verringert. All dies liefert einen signifikanten Beitrag, damit wir im Gesamtfahrzeug eine Effizienzsteigerung von bis zu 20 Prozent erreichen“, erklärt Martin Kaufmann, Leiter der globalen Antriebsentwicklung beim Automobilhersteller.

Die Auslegung des Antriebs ermöglicht gemeinsam mit dem Energieinhalt des Akkus beim künftigen BMW iX3 50 xDrive eine Reichweite von bis zu 800 km nach WLTP.

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