Zulieferer Boryszew Kunststofftechnik Deutschland ist insolvent

Von Lina Demmel 1 min Lesedauer

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Boryszew Kunststofftechnik Deutschland ist insolvent. Grund ist die allgemeine Krise in der Automobilindustrie.

Boryszew Kunststofftechnik Deutschland hat einen Insolvenzantrag gestellt.(Bild:  Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH)
Boryszew Kunststofftechnik Deutschland hat einen Insolvenzantrag gestellt.
(Bild: Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH)

Boryszew Kunststofftechnik Deutschland hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Hansestadt Stendal hat dem Antrag stattgegeben und Rechtsanwalt Silvio Höfer von Anchor Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Produktion an beiden Standorten konnte durch Gespräche mit Geschäftspartnern und Beschäftigten unverändert fortgesetzt wird. Die Gehälter der 495 Mitarbeiter sind durch Insolvenzgeld gesichert.

In den vergangenen drei Jahren sank der Umsatz des Unternehmens von knapp 69 Millionen auf rund 53 Millionen Euro. Es wurden kontinuierlich Verluste verzeichnet. Eine der Ursachen für den Insolvenzantrag ist die allgemeine Krise der Automobilindustrie. In der Vergangenheit wurden bereits Stellen abgebaut und Sachkosten reduziert. Trotz dieser Maßnahmen gelang es nicht, die aktuelle Situation nachhaltig zu stabilisieren.

Boryszew fertigt Kunststoff- und Zinkdruckguss-Komponenten für die Automobilindustrie. Die produzierten Teile werden unter anderem im Autoinnenraum verbaut. Auftraggeber sind deutsche Automobilhersteller und große Zulieferbetriebe. Hauptkunde ist der Volkswagen Konzern. Boryszew verfügt über zwei Standorte  in Gardelegen und Idar-Oberstein.

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