Zulieferer Boysen vermeldet deutlichen Umsatzrückgang

Von Lina Demmel 1 min Lesedauer

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Boysen vermeldet für das Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Umsatzrückgang auf 2,64 Milliarden Euro. Geschäftsführer Rolf Geisel zieht trotzdem eine positive Bilanz und rechnet ab 2026 wieder mit Wachstum.

Das neue Werk in Nagold soll dieses Jahr die Batteriegehäuse-Produktion für Kunden wie Mercedes-AMG und BMW starten.(Bild:  Boysen)
Das neue Werk in Nagold soll dieses Jahr die Batteriegehäuse-Produktion für Kunden wie Mercedes-AMG und BMW starten.
(Bild: Boysen)

Die Boysen Gruppe zieht trotz eines Umsatzrückgangs um 21 Prozent eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2024. Das Unternehmen erwirtschaftete 2,6 Milliarden Euro (2023: 3,4 Mrd. Euro). Den Rückgang führt Geschäftsführer Rolf Geisel primär auf den Preisverfall bei Edelmetallen und die Absatzflaute in der Automobilbranche zurück. Dennoch habe Boysen sein geplantes Ergebnis erreicht.

Positiv hebt Geisel die Entwicklungen in den Produktionsstätten in China und den USA hervor, die Rückgänge auf dem deutschen Markt weitgehend kompensieren konnten. „2024 hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland unter den bestehenden Vorgaben nicht mehr zukunftsfähig ist“, warnt Geisel und fordert einen tiefgreifenden Politikwechsel.

Neuer Investitionsrekord

Die Zahl der Beschäftigten stieg 2024 leicht auf 5.300 Mitarbeiter an. Die Investitionen erreichten laut Geisel mit 220 Millionen Euro einen neuen Rekord. Ein großer Teil dieser fließt in den Ausbau des Neugeschäfts mit Batteriegehäusen für Elektrofahrzeuge. Zwei neue Werke in Nagold (Nordschwarzwald) und in Ungarn sollen 2025 die Produktion für Kunden wie Mercedes-AMG und BMW starten. Zudem wurde 2024 das neue BAK Entwicklungszentrum in Simmersfeld in Betrieb genommen.

Auch bei der Abgastechnik sieht Geisel eine positive Entwicklung, da einige Automobilhersteller wieder verstärkt auf Verbrennungsmotoren setzen. Ein neuer Großauftrag für Hotends eines deutschen Premiumherstellers soll ab 2026 ein jährliches Umsatzplus von 500 Millionen Euro bringen. 

Geisel rechnet für 2025 mit einem weiteren Umsatzrückgang, erwartet aber ab 2026 wieder ein deutliches Wachstum. Bis 2027 soll der Umsatz erneut die Drei-Milliarden-Euro-Marke überschreiten. Das gelang erstmals im Geschäftsjahr 2022. Diese Einschätzung stehe unter Vorbehalt und bleibe auch abhängig von der Entwicklung in China oder möglichen Strafzölle in den USA.

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