China Market Insider Standort-Poker bei BYD: Türkei statt Ungarn?

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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BYD soll seine Europa-Strategie überdenken: Weniger Ungarn, mehr Türkei. Dort locken niedrigere Standortkosten. Während Budapest empört dementiert, jubelt Istanbul.

BYD baut ein Pkw-Werk in Ungarn. Parallel bekommt der Produktionsstandort in der Türkei mehr Bedeutung.(Bild:  BYD)
BYD baut ein Pkw-Werk in Ungarn. Parallel bekommt der Produktionsstandort in der Türkei mehr Bedeutung.
(Bild: BYD)

Will BYD seine Pläne in Ungarn bremsen, stattdessen mehr E-Autos in der Türkei bauen? Ein exklusiver Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom 22. Juli hat wütende Dementis in Budapest und Jubel in Istanbul ausgelöst. BYD sagt dazu nur, seine Pläne in Europa schritten „planmäßig“ voran, schreibt die chinesische Zeitung Global Times.

Die Kontroverse um die Reuters-Meldung und die Strategie des größten chinesischen E-Autobauers zeigt, wie der Ausbau der E-Mobilität in Europa sowohl vom Markt als auch von der Zollpolitik Brüssels gelenkt wird. Für Autobauer wird die Politik immer mehr zum Risikofaktor, während sie Milliarden in ihre Elektrifizierung investieren.