Strategie BYD prüft Montagewerk in Peru

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Der chinesische Autohersteller BYD will offenbar ein Fahrzeugwerk in Peru bauen. Außerdem erweiterten die Länder ihr Freihandelsabkommen.

BYD plant laut Medienberichten ein Montagewerk in Peru.(Bild:  BYD)
BYD plant laut Medienberichten ein Montagewerk in Peru.
(Bild: BYD)

BYD erwägt offenbar den Bau eines Montagewerkes in Peru. Das berichtet das Portal „Car News China“ unter Berufung auf die lokale Nachrichtenagentur Andina. Sie hatte den peruanischen Außenminister Javier González-Olaechea zitiert. Dieser hatte bei einer Reise nach China unter anderem den Hauptsitzes des Autoherstellers besucht.

BYD habe demnach von der Möglichkeit gesprochen, in Peru und zwei weiteren lateinamerikanischen Ländern Montagewerke zu bauen. Reuters zitiert die mitgereiste peruanische Präsidentin Dina Boluarte mit den Worten, „Sollte ein Automontagewerk in Peru gebaut werden, würde es vom Hafen Chancay profitieren“.

In den neuen Tiefseehafen rund eine Autostunde nördlich von Lima investieren beide Länder rund 3,6 Milliarden US-Dollar. Er soll im November 2024 eröffnen. Die chinesische Reederei Cosco Shipping Ports ist daran mit 60 Prozent beteiligt. „Wenn der Betrieb im Hafen von Chancay im November dieses Jahres beginnt, wird Peru zum wichtigsten pazifischen Logistikdrehkreuz in Lateinamerika in Richtung Asien und Ozeanien“, beschreibt der peruanische Minister für Verkehr und Kommunikation, Raúl Pérez Reyes, den Neubau.

Weitere Werke in Lateinamerika

Ob BYD in Peru Pkw bauen will, ist aber noch offen. In Frage kommen auch Busse, Batterien, Züge und Autokomponenten, schreibt Car News China. Im Mai 2024 hatte BYD in Brasilien mit dem Bau eines Werkes begonnen. Ab Anfang 2025 sollen hier rund 150.000 Fahrzeuge jährlich entstehen, schreibt das Portal. Die Verhandlungen um das BYD-Wwerk in Mexiko seien in der Endphase.

Mehr Freihandel zwischen China und Peru

Vertreter von China und Peru haben zudem ein bestehendes Freihandelsabkommen zwischen den Ländern erweitert. Laut Reuters sagte Präsident Xi Jinping bei einem Treffen mit Dina Boluarte „beide Seiten sollten die Zusammenarbeit in Bereichen wie Mineralien, Energie, Fertigung, Landwirtschaft und anderen koordinieren und fördern“. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf den staatlichen Sender CCTV.

Peru und China hatten schon 2009 ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Peru ist der weltweit drittgrößte Kupfer-Produzent. China ist der größte Investor des lateinamerikanischen Landes.

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