Antrieb Hybridsysteme: Vorrang für den E-Motor

Von Gernot Goppelt 5 min Lesedauer

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Chinesische Hersteller drängen mit seriell-parallelen Hybridantrieben auch auf den deutschen Markt. MG etwa hat kürzlich einen Voll- und einen Plug-in-Hybrid vorgestellt. Und das ist wohl erst der Anfang.

MG’s Darstellung des Antriebs für den MG3 und MG ZS Hybrid Plus. Das vom Hersteller so bezeichnete Dreiganggetriebe ist auf dem Bild leider nicht zu erkennen, ebenso wenig ein Wandler. Sehr gut sichtbar dagegen der etwas größere Fahrmotor (rechts) und der Generator (links). (Bild:  MG)
MG’s Darstellung des Antriebs für den MG3 und MG ZS Hybrid Plus. Das vom Hersteller so bezeichnete Dreiganggetriebe ist auf dem Bild leider nicht zu erkennen, ebenso wenig ein Wandler. Sehr gut sichtbar dagegen der etwas größere Fahrmotor (rechts) und der Generator (links).
(Bild: MG)

Es mag überraschen angesichts des Verbrennerverbots, das in Europa ab 2035 gelten soll: Ende 2023 hat die chinesische Regierung erklärt, dass Verbrennungsmotoren vielleicht noch bis 2060 gebraucht werden – zumindest in Verbindung mit einem Hybridantrieb.

China orientiert sich allerdings nicht an europäisch geprägten Lösungen. Im Gegenteil zäumen chinesische Hersteller das Pferd andersherum auf: Der Antrieb setzt auf starke E-Motoren und der Verbrennungsmotor bekommt sozusagen die Rolle des Zuträgers zugewiesen. Konkret handelt es sich um rein serielle oder seriell-parallele Hybridantriebe mit zwei E-Motoren. Dies sind der elektrische Fahrmotor und ein Generator, der vor allem Strom erzeugt. Das Getriebe ist stark vereinfacht: Es bietet für den Parallelbetrieb nur ein bis drei Gänge, je nach Hersteller und Anwendung.