Batterie-Sicherheit Crashtest mit dem E-Actros 600

Aktualisiert am 07.11.2025 Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Ist das Hochvoltsystem ausreichend gegen einen Seitenaufprall geschützt? Um das herauszufinden hat Daimler Truck einen E-Actros 600 gecrasht.

Das Hochvolt-System im E-Lkw muss bei einem Unfall intakt bleiben.(Bild:  Daimler Truck)
Das Hochvolt-System im E-Lkw muss bei einem Unfall intakt bleiben.
(Bild: Daimler Truck)

Hochvoltsysteme müssen bei Unfällen intakt bleiben, auch im Lkw. Um das zu demonstrieren, hat Daimler Truck einen E-Actros 600 in realen Crashtests einem seitlichen Aufprall unterzogen. Das Ergebnis: Die Hochvolt-Batteriemodule blieben unversehrt; das Gehäuse zeigte keine kritischen Verformungen. „Die mechanische Belastung war hoch – aber unser Konzept funktioniert zuverlässig“, freut sich Frank Müller, Leiter Unfallforschung & Passive Sicherheit Mercedes-Benz Trucks.

Für Schwerlastkollisionen hat Daimler Truck eine Rahmenarchitektur entwickelt, die unter anderem die Batteriemodule schützen soll. Ein verstärktes Fahrerhaus und definierte Energieabsorptionszonen im Vorderwagen leiten Aufprallkräfte bei Frontaufprallszenarien über crashoptimierte Strukturen ab. 

eine verformbare Barriere neben einem elektrisch angetriebenen Lkw nach einem Crashtest
Mit mehr als einer Tonne Masse und über 50 km/h prallt die Barriere auf den Truck.
(Bild: Daimler Truck)

Mehr als eine Tonne Aufprallgewicht

„Besonders faszinierend sind für mich persönlich die letzten zwei bis drei Minuten vor dem Crash“, beschreibt Christoph Berger vom Team Passive Sicherheit den Moment kurz vor dem Auslösen des Versuchsablaufs. „Alles wird stiller als zuvor, eine konzentrierte Spannung liegt in der Luft.“ Beim Aufprall prallt deutlich mehr als eine Tonne Masse mit über 50 km/h seitlich gegen den Lkw. Durchgeführt hat Daimler Truck die Tests in Neumünster in Schleswig-Holstein.

Reale Unfalldaten für die Entwicklung

In der frühen Entwicklungsphase von Lkw wertet die interne Unfallforschung von Mercedes-Benz Trucks vorhandene reale Unfalldaten aus und überträgt diese auf Konstruktionselemente des Fahrzeugs. So entstehen Schutzmaßnahmen für Schwerlast-Unfallszenarien.

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