Produktion Werk von DAF Trucks als „Factory of the Future“ ausgezeichnet

Von Thomas Günnel 3 min Lesedauer

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DAF Trucks hat für sein Werk im belgischen Westerlo die Auszeichnung „Factory of the Future“ erhalten. In den vergangenen Jahren baute der Lkw-Hersteller das Werk deutlich aus – und etablierte nachhaltige Prozesse.

DAF Trucks hat für sein Werk im belgischen Westerlo die Auszeichnung „Factory of the Future“ erhalten.(Bild:  DAF Trucks)
DAF Trucks hat für sein Werk im belgischen Westerlo die Auszeichnung „Factory of the Future“ erhalten.
(Bild: DAF Trucks)

Das Fahrerhaus- und Achsenwerk DAF Trucks Vlaanderen hat eine Auszeichnung als „Factory of the Future“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt die Entwicklung des im belgischen Westerlo ansässigen DAF-Werks zu einem Hightech-Werk. Das teilte DAF mit.

Der belgische Technologieverband Agoria vergibt jedes Jahr „Factory of the Future“-Zertifikate an innovative und nachhaltige Produktionsstätten in Belgien. Die Auszeichnung bezieht sich vor allem auf ein neues Werk für Fahrerhäuser. Dazu zählen eine nachhaltige Lackieranlage, ein hoch automatisiertes Rohkarosseriewerk und eine neue Fertigungslinie für Innenverkleidungen.

Lackieranlage mit weniger Overspray

Die Lackieranlage für Fahrerkabinen hat drei Etagen, ist 144 Meter lang, 58 Meter breit und 26 Meter hoch. In der Anlage kann der Lkw-Hersteller 300 Kabinen pro Tag lackieren, 50 Prozent mehr verglichen mit der vorherigen Anlage. 3.000 Farben sind laut DAF möglich. Die Anlage vermeidet 50 Prozent der Emissionen; unter anderem indem der Overspray reduziert und aufgefangen wird.

Die aus den Lackierkabinen und Öfen austretende Luft wird laut Hersteller so kondensiert, „dass sie relativ viele Lösungsmittel enthält, die bei einer Temperatur von 700 bis 800 Grad automatisch verbrennen, ohne dass Gas hinzugefügt werden muss“. Die Wärmeenergie reicht laut DAF zum Erhitzen der Verarbeitungsbäder. Das senkt den Energieverbrauch, außerdem emittiert die Anlage so „neben einer sehr geringen Menge CO2-Emissionen nur Wasserdampf“, erklärt DAF Trucks in einer Mitteilung. Die neue Lackieranlage entstand in Zusammenarbeit mit der Cordeel Company, Eisenmann und Dürr.

Neue Roboter und Förderanlagen

Im Rohbau des Werkes fügen in einem Einlinienlayout etwa 130 Roboter und 135 vollautomatische Schweißzangen die Rohkarosserien der schweren Modelle CF und XF. Um rund 13.000 Quadratmeter erweiterte der Hersteller das bis dahin rund 18.000 Quadratmeter große Werk.

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Die Fertigungslinie für Innenverkleidungen bestand vorher auf rund 16.000 Quadratmetern, hier kamen rund 20.000 Quadratmeter hinzu. Die neue Anlage umfasst unter anderem eine Hauptmontagelinie, eine Dachmontagelinie, Untermontagelinien für Türen und Cockpit – und eine Test- und Prüfabteilung. In der Hauptmontagelinie tragen Schubplattform-Förderer die Kabinen.

Mehrjähriger Umbau des Werkes

Die Fertigungsanlagen baute DAF in den vergangenen Jahren nach und nach um. Den geplanten Ausbau der Lackiererei verkündete der Lkw-Hersteller bereits 2015. Im Jahr 2019 begann der Ausbau der Kabinenfertigung. In die Projekte investierte DAF 100 beziehungsweise 200 Millionen Euro. Laut Mark Pigott, Executive Chairman von Paccar, dem Mutterkonzern von DAF, „haben Paccar und DAF in den letzten 15 Jahren über 600 Millionen Euro in unser Cab- und Axle-Werk investiert“.

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Über DAF Vlaanderen und Agoria

Das Werk in Westerlo eröffnete DAF im Jahr 1966. DAF Vlaanderen gehört zu den größten Unternehmen in Belgien. Rund 2.600 Menschen fertigen Kabinen und Achsen für mittelschwere und schwere DAF-Lkw. Agoria vertritt nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Technologieunternehmen aus der Fertigungsindustrie und der Digital- und Telekommunikationsbranche in den belgischen Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel.

Von den Unternehmen sind 70 Prozent kleine und mittelständische Unternehmen. Agoria ist der größte Verband innerhalb des belgischen Unternehmensverbandes. Das Zertifikat zur „Factory of the Future“ überreichte der flämische Ministerpräsident Jan Jambon an Stijn Van Eyken, Managing Direktor von DAF Trucks Vlaanderen , und Danny Pieter, Manager des Kabinenwerks.

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