Nutzfahrzeuge Daimler Truck und Masdar: Grüner Wasserstoff für Europa

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Daimler Truck und der arabische Energielieferant Masdar wollen grünen Wasserstoff nach Europa bringen. Der Nutzfahrzeughersteller entwickelt auch Lkw die mit Wasserstoff fahren.

Daimler Truck will mit der Kooperation mit Masdar Geschäftsmodelle rund um grünen Wasserstoff entwickeln.(Bild:  Daimler Truck)
Daimler Truck will mit der Kooperation mit Masdar Geschäftsmodelle rund um grünen Wasserstoff entwickeln.
(Bild: Daimler Truck)

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck und die arabische Energiefirma Masdar prüfen eine Kooperation zur Lieferung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien nach Europa. Dazu unterzeichneten die Unternehmen eine Absichtserklärung, wie Daimler Truck und das Staatsunternehmen Masdar am Donnerstag (25. Januar) in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart und in Abu Dhabi mitteilten. Die Vereinbarung unterstütze das Ziel der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), bis 2031 ein führender Produzent und Lieferant auf dem Markt von kohlenstoffarmem Wasserstoff zu werden.

Laut Daimler-Truck-Chef Martin Daum geht es vor allem darum, Geschäftsmodelle rund um Wasserstoff zu entwickeln und damit Wasserstoff verfügbar zu machen. Daimler Truck wolle als „Katalysator“ dabei helfen, ein „Henne-Ei-Problem“ aus nicht verfügbaren Wasserstoff-Lkw und dem fehlenden, benötigten Treibstoff zu lösen, erklärte er in einer Videokonferenz mit Journalisten.

Schnittstelle zwischen Kunden und Lieferanten

„Wir werden selbst definitiv kein Schiff betreiben, wir werden auch keine Pipeline bauen“, sagte der Manager. Eigene Investitionen stünden nicht im Zentrum der geplanten Zusammenarbeit. „Aber wir haben eine Menge Know-how und können eine Schnittstelle zwischen den Kunden und Großkunden von Daimler Truck und dem Wasserstofflieferanten bieten.“

Daimler Truck verdiene vor allem am Lastwagen selbst. „Einen Brennstoffzellen-Lkw mit Wasserstoffpaket anzubieten, das kann ich mir vorstellen“, ergänzte Daum. Im Jahr 2030 will der Lkw-Hersteller eine fünfstellige Zahl emissionsfreier Fahrzeuge verkaufen, um Emissionsregeln der EU einzuhalten. „Ein Lkw auf der Langstrecke braucht etwa zehn Tonnen Wasserstoff im Jahr“, sagte Daum.

Wasserstoff für Schwerlasttransport auf der Langstrecke

Daimler Truck verfolgt zwei Ansätze: batterieelektrische Fahrzeuge, und mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Lkw. Letztere sollen wegen der möglichen höheren Reichweiten insbesondere auf der Langstrecke im Schwerlasttransport eingesetzt werden. Für Brennstoffzellen hat der Dax-Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem schwedischen Rivalen Volvo gegründet. Das Joint Venture „Cellcentric“ soll in Weilheim an der Teck im Kreis Esslingen eine Batteriezellenfabrik bauen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte im Frühjahr 2022 bei einer Reise in die Golfstaaten Lieferungen von sogenanntem grünen Wasserstoff nach Deutschland vereinbart. Diese gelten zunächst als Testlauf zum Aufbau einer Wasserstoffwertschöpfungskette zwischen Deutschland und den VAE. Grüner Wasserstoff, der mittels Strom etwa aus Wind- und Sonnenkraft hergestellt wird, soll helfen, die klimaschädlichen CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe zu reduzieren und damit die Klimaerwärmung zu bekämpfen.

Über Masdar

Das Unternehmen Masdar wurde im Jahr 2006 gegründet und hat Projekte in mehr als 40 Ländern mit einer Gesamtstromerzeugungskapazität von mehr als 20 Gigawatt entwickelt. Masdar hat weltweit in Projekte mit einem Gesamtwert von über 30 Milliarden US-Dollar investiert oder sich zu Investitionen verpflichtet. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2030 seine Erzeugerkapazität auf 100 Gigawatt steigern.(thg)

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