Entwicklung Daimler Truck stellt autonomen E-Cascadia in den USA vor

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Daimler Truck hat einen Technologieträger des elektrisch angetriebenen und autonom fahrenden E-Cascadia vorgestellt. Der Truck soll später nach SAE-Level 4 autonom fahren können.

Daimler Truck hat den Technologieträger „eCascadia“ entwickelt. Er fährt elektrisch und autonom.(Bild:  Daimler Truck AG)
Daimler Truck hat den Technologieträger „eCascadia“ entwickelt. Er fährt elektrisch und autonom.
(Bild: Daimler Truck AG)

Daimler Truck hat einen elektrisch angetriebenen und autonomen fahrenden Technologieträger eines Lkw vorgestellt. Sensoren und Computer-Hardware stammen aus dem dieselgetriebenen, autonom fahrenden Cascadia, den Daimler Trucks aktuell auf den Straßen in den USA erprobt. Die Technik verbaute der Hersteller in einer kompakten Einheit im batterieelektrischen E-Cascadia mit kurzem Fahrerhaus für den Verteilerverkehr oder Kurzstrecken.

Der Technologieträger basiert auf dem Freightliner „eCascadia“. „Zu einem späteren Zeitpunkt“, teilt Daimler Truck mit, „kann der Technologieträger gemäß SAE-Level 4 autonom fahren“.

Hub-to-Hub-Transport

In der aktuell priorisierten Hub-to-Hub-Anwendung fährt der Lkw autonom zwischen Frachtzentren entlang von US-Autobahnkorridoren. Ähnliche Tests führt derzeit der Lkw-Hersteller MAN in Deutschland durch. Denkbar ist, Ladeinfrastruktur und autonome Logistikzentren zusammenzuführen, um beim Be- oder Entladen von Fracht die Akkus zu laden.

Seit einem Jahr erprobt Torc mit Logistikunternehmen wie Schneider und C.R. England den autonomen Freightliner Cascadia in der Praxis. Die Lkw transportieren die Fracht der Kunden dabei autonom auf der Test-Route zwischen Phoenix, Arizona, und Oklahoma City, Oklahoma.

Autonome Lkw ab dem Jahr 2027

Den Antrieb im Lkw leistet eine proprietäre E-Achse des Unternehmens Detroit. Ausgestattet mit Dual-Motor leistet die E-Achse 395 PS und hat ein Drehmoment von rund 31.000 Newtonmetern. Der Single-Motor leistet 195 PS und hat rund 15.000 Newtonmeter Drehmoment. Die Akkus des Unternehmens fassen zwischen 194 und 438 Kilowattstunden.

Vier zusätzliche 12-Volt-Batterien bilden einen integrierten Energiespeicher. Die virtuelle Fahrereinheit kann so auch bei inaktiven Hochvolt-Akkus mit elektrischer Spannung versorgt und betrieben werden – laut Daimler Truck für einen unterbrechungsfreien autonomen Fahrbetrieb. Die Fahrsoftware für den autonomen Fahranteil liefert Torc Robotics, eine unabhängige Tochtergesellschaft des Lkw-Herstellers für autonome Fahrtechnologie.

Im Jahr 2027 will Daimler Truck serienreife autonome Lkw nach SAE-Level 4 in den USA einführen; dann noch mit konventionellen Antrieben. Je nach Anwendungsfall könnten künftige autonome Lkw laut Daimler Truck auch mit Wasserstoff angetrieben werden.

E-Cascadia und Freightliner Inspiration Truck

Der E-Cascadia kam im Jahr 2022 auf den Markt. Laut Daimler Trucks ist er in mehr als 55 Flotten in den USA unterwegs. Der Akku des Trucks kann laut Hersteller in 90 Minuten von Null auf 80 Prozent Kapazität laden. Die Reichweite variiert je nach Batterie- und Antriebsachsenoption zwischen 155, 220 oder 230 Meilen, etwa zwischen 250 und 370 Kilometer.

Im Jahr 2015 stellte Daimler Truck den Freightliner Inspiration Truck vor. Dieser Lkw war das erste lizenzierte autonome Nutzfahrzeug der SAE-Stufe 2 für den öffentlichen Straßeneinsatz in den USA.

Symposium Qualitätsmanagement der Automobilindustrie

„Autonomes Fahren: Herausforderungen für das Qualitätsmanagement“ ist der erste Vortrag beim Symposium Qualitätsmanagement. Veranstalter sind das VDA Qualitäts-Management-Center und Continental.
Außerdem geht es unter anderem um IATF-Zertifizierungsvorgaben, Product Compliance und Software-Langzeitqualität. Umfangreiche Workshops zu aktuellen Themen der Qualitätssicherung und zwei Werksbesichtigungen bringen zusätzlich Praxis in das Symposium.

Alle Informationen zum Event

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