Elektromobilität „Angst vor Zusammenbruch des Stromnetzes vollkommen unrealistisch“

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Digital Charging Solutions hat den Stromverbrauch des Oktoberfestes mit dem von E-Autos im selben Zeitraum verglichen. Das Fazit: Das Stromnetz kollabiert nicht wegen E-Autos.

Der Ladeanbieter DCS hat den Stromverbrauch des Oktoberfestes mit dem von E-Autos verglichen.(Bild:  Audi)
Der Ladeanbieter DCS hat den Stromverbrauch des Oktoberfestes mit dem von E-Autos verglichen.
(Bild: Audi)

„E-Autos machen aktuell rund 14 Prozent der Neuzulassungen in Deutschland aus. Unsere Zahlen belegen nun, dass die vielzitierte Angst vor einem Zusammenbruch des Stromnetzes durch das Laden von E-Autos vollkommen unrealistisch ist“ , kommentiert Jörg Reimann, Chef des Anbieters für Ladeinfrastruktur DCS, aktuelle Berechnungen seines Unternehmens. 
Demnach lag der örtliche Stromverbrauch während des Oktoberfestes im vergangenen Jahr 14 Mal höher als der Verbrauch von E-Autos an öffentlichen Ladestationen im selben Zeitraum.

Oktoberfest verbraucht 14 Mal mehr Strom als E-Autos in selben Zeitraum

Das Oktoberfest 2023 hatte demnach im Zeitraum vom 16. September bis zum 3. Oktober einen Stromverbrauch von etwa 2.800.000 Kilowattstunden. In diesem Zeitraum wurden laut Digital Charging Solutions im Münchner Ladenetz circa 193.000 Kilowattstunden für das Laden von E-Autos aufgewendet. 
Mit anderen Worten: Der Energieverbrauch einer einzigen Großveranstaltung hätte das öffentliche Laden im selben Zeitraum 14 Mal abdecken können.

„Angst vor Zusammenbruch des Stromnetzes vollkommen unrealistisch“

Wenn eine Großveranstaltung mit dem 14-fachen Stromverbrauch des öffentlichen Ladens das Stromnetz nicht kollabieren lässt, wird das auch nicht durch die graduelle Vergrößerung des Anteils von E-Fahrzeugen passieren“, beschreibt Jörg Reimann.
Er sieht im Gegenteil E-Autos künftig mit Vehicle-to-Grid-Technologie als „einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes, weil sie dabei helfen, die Schwankungen der grünen Stromerzeugung auszugleichen.“

Über 37.000 E-Autos in München gemeldet

Nach Berlin ist in München laut DCS bundesweit die zweitgrößte Zahl an Elektroautos gemeldet. Im Juli 2024 waren es über 37.000. Die Stadt eignet sich daher laut DCS gut, um die Belastbarkeit des Ladenetzes zu analysieren.
Die Daten zum Verbrauch der öffentlichen Ladeinfrastruktur stammen aus einer Auswertung des Netzes, auf das DCS-Kunden im Münchner Stadtgebiet Zugriff haben. Es deckt laut Unternehmen 99 Prozent aller dortigen Ladepunkte ab.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung