Absatz Überraschend gute Verkäufe für Audi, BMW und Mercedes in China

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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Deutsche Luxusautos erzielten 2023 gute Verkäufe in China. Dafür mussten die Hersteller jedoch hohe Rabatte gewähren – und die chinesische Konkurrenz holt im Luxussektor schnell auf.

Für bestimmte Modelle seiner C-Klasse musste Mercedes in China Rabatte von bis zu 100.000 Yuan (fast 13.000 Euro) geben.(Bild:  Mercedes-Benz)
Für bestimmte Modelle seiner C-Klasse musste Mercedes in China Rabatte von bis zu 100.000 Yuan (fast 13.000 Euro) geben.
(Bild: Mercedes-Benz)

Deutsche Luxusautos verkaufen sich in China immer noch sehr gut. Mit den Worten „überraschend gut“ kommentierte das Online-Portal 36Kr die Anfang des Jahres veröffentlichten Verkaufszahlen der deutschen Premiumhersteller und widmete diesem Erfolg eine ausführliche Analyse. Im Jahr 2023 haben Mercedes-Benz, BMW und Audi in China 765.00, 825.000 und 729.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Ihre Verkäufe verzeichneten damit eine Erholung im Vergleich zu 2022.

Auch andere Fachzeitungen in China schreiben über einen „Rebound von BBA in 2023“. Die Abkürzung steht für „BMW, Benz und Audi“, das traditionelle Triumvirat, dass seit langem den Luxussektor des chinesischen Automarktes dominiert. Im vergangenen Jahr war dies immer noch so. Die 2,3 Millionen Autos, die BBA in China verkaufen konnte, machten gemeinsam gut 70 Prozent des Luxus-Automarktes in der Volksrepublik aus. E-Autos von Tesla waren dabei nicht mitgerechnet, obwohl diese von den Verbrauchern eindeutig zum Luxussegment gezählt werden. Trotzdem ist das eine gute Nachricht, waren doch die Schlagzeilen der vergangenen Jahre davon dominiert, wie sehr die Deutschen bei der Elektrifizierung und digitalen Modernisierung von Autos der chinesischen Konkurrenz hinterherhinken.